So, 19. November 2017

Teuerung bei 2,1%

17.05.2017 10:44

Fliegen, Sprit und Wirte Preistreiber im April

Das Leben wurde heuer deutlich teurer: Nach 1,9 Prozent Inflationsrate im März stiegen die Preise im April um 2,1 Prozent - wobei die späten Osterfeiertage die Teuerung anheizten. Neben den Mehrausgaben für Flüge und Gastronomie sorgten insbesondere die anziehenden Treibstoffpreise für einen Preisanstieg gegenüber dem April des Vorjahres.

"Ohne teurere Treibstoffe und Flugtickets hätte die Inflation 1,6 Prozent betragen", so die Statistik Austria am Mittwoch in einer Aussendung. Durch die späten Osterferien trieben auch teure Flüge die April-Inflation. So stiegen etwa die Preise für Flugtickets ins Ausland um 28,5 Prozent, Pauschalreisen wurden um 6,8 Prozent teurer. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und auch Treibstoffe enthält, wurde gar um 3,7 Prozent teurer.

Der Besuch beim Wirt verteuerte sich ebenfalls einmal mehr: Im Vergleich zum April des Vorjahres kosteten Schnitzel, Gulasch & Co. heuer um 2,9 Prozent mehr. Auch das Wohnen bleibt ein Preistreiber: So stiegen die Mieten um 3,8 Prozent, die Preise für Haushaltsenergie blieben konstant - es sei denn, man heizt mit Heizöl (plus 21,2 Prozent). Der Kauf von Nahrungsmitteln verteuerte sich um ein Prozent. Einmal mehr waren es die Telekomfirmen, die die Inflation nach unten drückten - Telefonieren wurde um 2,3 Prozent günstiger.

Zum Vergleich: Die heurigen Lohnabschlüsse, die sich traditionell an der Teuerungsrate der vergangenen zwölf Monate orientieren, lagen alle im Schnitt unter zwei Prozent. Die Inflation spielt auch bei Lohnerhöhungen eine Rolle. Einkommen steigen zwar jährlich, da die Steuerstufen aber nicht gleichzeitig an die Inflation angepasst werden, verlieren Arbeitnehmer durch die kalte Progression real an Kaufkraft.

 krone.at
Redaktion
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