So, 22. Oktober 2017

Viel zu tun:

16.05.2017 16:22

243 Unfall-Häufungspunkte im Visier in OÖ

Sie sind nicht auszurotten, die Unfallhäufungspunkte in Oberösterreich, in den vergangenen zwei Jahren wurden zumindest mehr als 50 entschärft. Dennoch sind noch immer 243 Crash-Hotspots im Visier der Straßenbauer. Die Maßnahmen reichen von einer neuen Fahrbahndecke bis hin zu millionenteuren Umfahrungen.

"In der Katzinger-Kurve an der B 127 im Bezirk Rohrbach wird einfach ein griffigerer Asphalt aufgebracht und dann sollte es passen", erklärt Christian Dick von der Abteilung Straßenbau und -erhaltung des Landes OÖ. Das andere Extrem ist Eferding, wo um 40 Millionen Euro eine Umfahrung gebaut wird, um drei Unfallhäufungspunkte auszumerzen.

Größtes Vorhaben in Durchfahrt Haid in Ansfelden
"Eines der kommenden größten Vorhaben ist die Durchfahrt Haid in Ansfelden, wo es pro Jahr etwa ein Dutzend Unfälle gibt", erklärt der zuständige Landesrat Günther Steinkellner. In der Nähe wird bei der A 1-Abfahrt Asten-Süd eine Ampel kommen, da das Linksabbiegen hier schon fast unmöglich ist und die Fahrzeuge zurück auf die Autobahn stauen. Hier kracht es rund zehn Mal pro Jahr.

Hotspot Mattighofen
Am dringendsten ist die Umfahrung Mattighofen, wo es in drei Jahren 72 Mal Unfälle mit Personenschäden gegeben hat.  Durch den Ort fahren täglich 15.000 Fahrzeuge, davon ist jedes zehnte ein Lastwagen.

Einzelne Unfallursachen werden untersucht
"Oft müssen Kreuzungen aber auch erhalten bleiben, damit die Kapazität der Straße nicht verschlechtert wird", weiß Reinhard Huemer, Leiter der Sachverständigen im Land OÖ. Es gibt auch Gefahrenstellen, bei denen wurde schon alles versucht, von der Temporeduktion bis zum Umbau und trotzdem kracht es immer wieder. Wichtig ist, jeden Unfall mit Personenschaden genau zu hinterfragen. So gibt’s entlang der perfekt gesicherten B 309 zwischen Enns und Steyr immer wieder tödliche Unfälle, wie zuletzt am Wochenende. Doch hier stellt sich oft heraus, dass die Unfalllenker gezielt in die betonierten Überführungsportale krachen - wie auch beim aktuellen Crash.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).