Mi, 13. Dezember 2017

Bluetooth-Speaker

10.06.2017 06:00

UE Wonderboom: Kleines Klangwunder im Test

Nach "Boom" und "Megaboom" war es bei Logitechs Audiotochter Ultimate Ears offenbar Zeit für ein kleines Klang-Wunder. Herausgekommen ist der "Wonderboom", ein ebenso kompakter wie kraftvoller Bluetooth-Lautsprecher. Aber klingt dieser auch wunderbar oder doch nur wunderlich? krone.at hat den Test gemacht.

Mit seinen Abmessungen von 102 x 93,5 Millimetern sowie einem Gewicht von 425 Gramm ist der Wonderboom der bist dato kleinste und leichteste Bluetooth-Lautsprecher der Boom-Familie - kompakter ist nur noch der "Roll 2" von Ultimate Ears. Wer von seiner Größe jedoch auf die Klangqualitäten zu schließen versucht, wird schnell eines Besseren belehrt: Während Megaboom und Boom als längliche Röhren daherkommen, setzt der Hersteller beim Wonderboom auf eine bauchige Bauform, die Platz für zwei 40-Millimeter-Aktivtreiber und zwei Passivstrahler bietet.

Zusammen erzeugen diese einen maximalen Schalldruckpegel von 86 Dezibel, womit der Wonderboom - zumindest dem Papier nach - nur geringfügig leiser tönt als Megaboom und Boom 2 (jeweils 90 Dezibel). In der Praxis dürfte dieser Unterschied jedoch kaum hörbar sein: Der Wonderboom beschallt nicht nur mühelos selbst große Räume, sondern überzeugt dabei auch mit einem überraschend kraftvollen Rundum-Klang.

Hart im Nehmen
Auch klar aber ist: Wer einen neutralen, möglichst ausgewogenen Klang sucht, liegt beim Wonderboom falsch. Der Bluetooth-Sprecher möchte in erster Linie beschallen und bespaßen, und setzt dabei auf einen besonders bassbetonten Klang. Optimal also für die Heimdisco oder auch Garten- bzw. Poolparty. Für Letztere ist der schwimmfähige Wonderboom ebenso wie seine Boom-Kollegen nach IP67-Standard zertifiziert, also staubdicht und vor zeitweiligem Untertauchen bis maximal ein Meter Wassertiefe für maximal 30 Minuten geschützt.

Ein kurzes Bad in der Donau überstand er jedenfalls problemlos. Dem fließenden Gewässer konnte die Gummi-Abdeckung über dem USB-Port offenbar jedoch nicht standhalten: Nach dem Tauchgang entdeckten wir darunter Flüssigkeit, was langfristig zu Schäden durch Korrosion führen könnte.

Schnörkellos
Wie die anderen Mitglieder der Boom-Familie setzt der Wonderboom auf eine einfache und intuitive Handhabung: Über die großen Plus-/Minus-Tasten wird die Lautstärke reguliert, für Ein/Aus, Start/Pause/Skip sowie Bluetooth stehen weitere Tasten an der Oberseite zur Verfügung. Apropos Bluetooth: Bis zu acht Geräte lassen sich drahtlos mit dem Bluetooth-Lautsprecher koppeln, zwei davon gleichzeitig.

Auf die schnellere und bequemere Verbindung mittels NFC muss dabei allerdings ebenso verzichtet werden wie auf eine Freisprechfunktion. Wem ein Wonderboom nicht genug ist, um Musik per A2DP-Profil drahtlos zu übertragen, der kann - wie bei den anderen UE-Speakern auch - übrigens einen zweiten Lautsprecher hinzufügen. Mehr als zwei Lautsprecher gleichzeitig miteinander zu verbinden, bleibt jedoch dem Megaboom vorbehalten.

Mit rund 20 Stunden Akkulaufzeit verfügt dieser auch über die größte Ausdauer unter den UE-Lautsprechern. Der Wonderboom hält nur etwa halb so lange durch und benötigt knapp drei Stunden, um wieder voll einsatzfähig zu sein. Dafür kostet der Wonderboom mit rund 100 Euro aber auch nur ein Drittel des größeren Megaboom und ist damit das günstigste Mitglied der UE-Lautsprecher-Familie.

Fazit: Kompakt, robust, intuitiv zu bedienen und dennoch kraftvoll im Klang: Der Wonderboom vereint gleich mehrere Vorzüge in seinem bauchigen Gehäuse. Was ihm an Akkulaufzeit fehlt, macht er durch den vergleichsweise günstigen Preis wieder wett. Wer auf Extras wie NFC, Freisprechfunktion oder bunte LEDs keinen Wert legt, bekommt mit dem Wonderboom also einen überraschend lautstarken wie preiswerten Bluetooth-Speaker serviert.

Sebastian Räuchle
Redakteur
Sebastian Räuchle
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