Mo, 18. Dezember 2017

Kontrolle Bergheim:

16.05.2017 07:30

Qualität der Tiertransporte steigt in Salzburg

Am Montag stand 214 Kühen und Kälbern eine traurige Fahrt bevor. Nämlich zum Schlachthof nach Bergheim. Umso wichtiger ist es, dass ihnen die letzten Minuten ihres Lebens ordnungsgemäß beschert werden. Ein Expertenteam rund um Landesveterinärdirektor Josef Schöchl kontrollierte hierfür 25 Tiertransporte.

80.000 Rinder werden im Jahr alleine in Bergheim geschlachtet, 267 davon traten am Montag ihr trauriges Schicksal an. Zwischen 7 und 12 Uhr fing ein Expertenteam rund um Landesveterinär und Landtagsabgeordneter Josef Schöchl, Tiertransporte-Inspektor Manfred Pledl sowie Bergheims Postenkommandant Helmut Naderer samt Polizeitrupp in der Metzgerstraße die Tiertransporte ab. "Mit uns muss man immer und überall rechnen", hebt Schöchl die Bedeutsamkeit solch einer Aktion hervor.

214 Kühe und Kälber und ein Pferd in 25 Tiertransporten wurden kontrolliert. Die Bilanz weiß Helmut Naderer zu berichten: "Eine Kuh aus Tamsweg hatte noch einen eisernen Ring in der Nase. Das ist nach Tierschutzgesetz verboten. Mehrfach waren Kälber nicht gesichert, manche waren zu wenig voneinander abgetrennt." Doch nicht nur bei der Sicherheit der Tiere gab es Mängel: "Wir haben auch Fehler in den Dokumenten gefunden. Bei der technischen Überprüfung der Lkw gab es drei Anzeigen sowie zwei Organmandate," spricht Naderer von einem guten Schnitt.

Besserung in letzten Jahren
Dem stimmt auch Dr. Josef Schöchl zu: "In den letzten Jahren ist die Qualität der Transporte besser geworden. Wichtig ist, dass die Tiere genug Einstreu und keine Verletzungen haben. Auch die Temperatur muss passen und die Tränke funktionieren." Meist werden die Kontrollen im Frühjahr und im Herbst durchgeführt. "Wenn man den Kühen in die Augen schaut und realisiert, was ihnen bevorsteht, gibt das schon zu denken", so Tierfreund Naderer.

Kronen Zeitung

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