Sa, 18. November 2017

Formel 1

16.05.2017 07:33

Vettel: „Bei Psychospielchen ist Lewis Meister“

Nach dem tollen Europa-Auftakt der Formel 1 in Barcelona (siehe Video oben) ist das Klima zwischen den beiden Titelanwärtern Lewis Hamilton und Sebastian Vettel weiter nicht vergiftet. Aber was ist, wenn...?

"Das Rennen von Barcelona wird in die Erinnerungen eingehen als jenes, bei dem sich die Formel 1 nach Jahrzehnten der Langeweile wiederentdeckt hat!" Die Schlagzeile der  italienischen "La Repubblica" hatte es punktgenau getroffen. Auch die Superstars von Mercedes und Ferrari waren sich einig: "Perfekt für die Fans!"

Kein böses Wort nach dem Rennen
Sieger Lewis Hamilton keuchte im "Drivers Room" nach dem Rennen. Einer, der körperlich topfit ist. "Das schon", lächelte der Brite, "aber ich bin hier 63 von 66 Runden voll am Limit gefahren. Mehr geht nicht!" Und auch Sebastian Vettel, der sich mit der "roten Göttin" knapp geschlagen geben musste, war vom beinharten Duell begeistert: "Das hat so richtig Spaß gemacht - von mir aus kann das ruhig weitergehen!"

Hamilton und Vettel begegnen sich mit großem Respekt auf und neben der Strecke. Als zum Beispiel Vettel nach seinem zweiten Boxenstopp auf die Strecke zurückkam, verteidigte er mit einem harten Manöver seine Führungsposition. Dabei berührte der Ferrari Hamiltons "Silberpfeil". Nach dem Rennen aber gab’s kein böses Wort. Im Gegenteil: Sie witzelten  darüber.

Doch eines ist auch klar: Wenn sich das Duell im WM-Finish zuspitzt, wird der Ton rauer. Obgleich Vettel schon jetzt sagte: "Lewis ist ein Meister der Psychospielchen. Ich aber mag keine Nebenkriegsschauplätze - von daher wird von meiner Seite nichts kommen."

Königsduell voll im Gang
Eine alte Weisheit in der Formel 1 besagt, derjenige, der in Barcelona die Nase vorne hat, wird es zumindest auch die darauffolgenden zwei, drei, vielleicht sogar vier Rennen haben. "Heuer ist das nicht so. Dieses Duell ist ganz genau auf Augenhöhe", sagte Niki Lauda und betont: "Dieses Königsduell, Hamilton gegen Vettel, ist voll im Gang und wird so weitergehen!"

Während Lauda wie auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff ("Genauso soll ein Formel-1-Rennen sein, volle Action und ein Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel") von einem "völlig untypischen Barcelona-Rennen" schwärmte, war man bei Red Bull Racing trotz des dritten Platzes von Daniel Ricciardo nicht gerade berauscht. Barcelona hätte laut Motorsportchef Helmut Marko "ein Neustart" werden sollen, doch das große Update-Paket brachte nicht die gewünschte Leistungsexplosion. Hauptproblem dürfte der Motor sein. "Die für Kanada anvisierte Ausbaustufe kommt erst später", so Marko. Vielleicht in Spielberg?

Richard Köck (in Barcelona), Kronen Zeitung

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