So, 19. November 2017

Urologie

16.05.2017 06:00

Tumore der Blase und Niere besser im Griff

Nach mehr als 30 Jahren ohne wesentliche Behandlungsfortschritte brachte nun die Entwicklung von sogenannten Checkpoint-Inhibitoren endlich einen Durchbruch bei der medikamentösen Behandlung von Krebs im urologischen Bereich.

Dabei kommen Antikörper zum Einsatz, die jene Mechanismen blockieren, welche die Tumoren verwenden, um das Immunsystem in seiner Funktion zu unterdrücken. "Blasen und Nierenkrebs sind heute wesentlich besser behandelbar, etwa mit der Immuntherapie, als noch vor wenigen Jahren", betonte Doz. Dr. Michael Rauchenwald, SMZ Ost Wien, anlässlich einer Tagung der österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie.

Generell werden in der Tumorbehandlung zunehmend mehrere zeitlich abgestimmte Therapien gegen Krebszellen gerichtet. Durch ein Zusammenwirken von Chirurgie, Strahlen-, Immun- und Chemotherapie bzw. Hormonbehandlung gelingt es immer besser, eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Strategie zu entwickeln - Stichwort "personalisierte Medizin".

Rehabilitation
Insbesondere in der Uroonkologie wird nach großen Tumoroperationen, Strahlen- und Chemotherapie zunehmend die Bedeutung einer Anschlussheilbehandlung (Reha), wie sie z.B. in der Orthopädie üblich ist, erkannt. Dazu gehören nicht zuletzt auch psychologische Betreuung sowie Beratung bezüglich Bewegung und Ernährung, um den Patienten umfassend zu unterstützen und seine Lebensqualität sowie seine Alltagskompetenz zu stärken.

Karin Rohrer-Schausberger

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