Mo, 20. November 2017

Trotz Warnungen

15.05.2017 09:41

Erste Lösegeldzahlungen nach Cyber-Attacke

Ungeachtet der Warnungen von Behörden sind einige Opfer der weltweiten Cyber-Attacke auf die Lösegeldforderungen der Angreifer eingegangen. Die IT-Sicherheitsfirma Digital Shadows teilte am Sonntag mit, sie habe Transaktionen in der virtuellen Währung Bitcoin im Wert von 32.000 Dollar registriert. Der Anti-Virenprogramm-Hersteller Symantec sprach von 81 Transaktionen im Umfang von 28.600 Dollar.

Die erpresserische Schadsoftware mit dem Namen "WannaCry" hatte sich über das Wochenende auf mehr als 200.000 Ziele in über 150 Ländern verbreitet. Experten und Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der infizierten Computer steigt, wenn am Montag zahlreiche Rechner erstmals nach dem Wochenende wieder hochgefahren werden.

Die Schadsoftware verschlüsselt Daten und legt Rechner damit lahm. Auf dem Bildschirm erscheint lediglich die Aufforderung, innerhalb von drei Tagen 300 US-Dollar in der Internet-Währung Bitcoin zu überweisen. Sollte binnen sieben Tagen keine Zahlung eingehen, würden die verschlüsselten Daten gelöscht. In mehreren Ländern warnen Behörden davor, den Geldforderungen nachzukommen, da es keine Garantie gebe, dass die Daten auf den betroffenen Computern tatsächlich wieder freigegeben würden.

Der Cyberangriff hatte am Freitag begonnen und Banken, Krankenhäuser und Regierungsbehörden getroffen. Auch zahlreiche Unternehmen zählten zu den Zielen, darunter die Deutsche Bahn, der Automobilkonzern Renault, der Telefon-Riese Telefonica und das russische Innenministerium sowie weitere Großunternehmen. In China sollen nach Angaben der Internetfirma 360 Security knapp 30.000 Institutionen betroffen sein - von Regierungsbehörden, Universitäten bis hin zu Bankomaten und Spitälern.

 krone.at
Redaktion
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