Sa, 18. November 2017

OP-Geständnis

15.05.2017 09:35

Karina Sarkissova: „Habe meine Nase machen lassen“

Die Nase von "Dancing Stars"-Jurorin Karina Sarkissova ist operiert. Das hat die Ballettdiva jetzt gestanden. Außerdem erzählte sie, dass sie sich nach den ORF-Shows vor den Tänzern versteckt und im Hoodie aus dem ORF-Zentrum flüchtet.

"Ich erzähle jetzt ein Geheimnis: Ich verstecke mich nach jeder Show in der Garderobe, bis alle Tänzer vorbeigegangen sind - und gehe dann mit meiner Kapuze schnell raus und fahre heim. Weil jetzt, wo das Finale näher rückt, nehmen das alle sehr ernst, gehen vorbei mit großen Augen - je nachdem, welche Note du gegeben hast. Entweder sie schauen dich an mit einem bösen Blick oder sie bedanken sich. Ich möchte diese private Situation überhaupt nicht", erklärte sie in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir".

"Böse, überhebliche Russin"
Auch in den sozialen Medien polarisiert Sarkissova sehr, dazu meint sie: "Plötzlich bin ich die böse, überhebliche Russin, die alle beleidigen will - das stimmt überhaupt nicht. Ich sitze dort, um zu sagen, was ich gesehen habe und um den Tanz und die Entwicklung zu beurteilen. Übrigens bin ich die einzige von allen Juroren, die eine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, noch dazu eine Ehrenstaatsbürgerschaft. Ich habe zehn Ballettwettbewerbe für Österreich gewonnen noch vor meiner Staatsopernzeit."

"Habe meine Nase machen lassen"
Dass auch ihr Aussehen immer wieder für Diskussionen sorgt und über mögliche Veränderungen durch den Schönheits-Chirurgen spekuliert wurde, sieht die 33-jährige gelassen und bestätigte im Gespräch mit Claudia Stöckl: "Ja, ich habe meine Nase machen lassen. Es ist zwei Jahre her, danach war ich oft in Österreich, habe Fotoshootings und TV-Shows gemacht, aber es hat noch niemand danach gefragt. Ich habe meine Nase eigentlich immer gern gehabt - dann habe ich gehört und auch irgendwann bemerkt, dass die Nase ein Leben lang wächst. Irgendwann war sie dann zu lang und es haben mir die Fotos nicht gefallen und die Videos und ich dachte, jetzt stört es mich - also habe ich sie mir kleiner machen lassen."

Sie sei überhaupt eine Befürworterin von Schönheits-OPs, so die Tänzerin: "Die Möglichkeit zu haben, etwas an deinem Körper zu korrigieren und sich danach besser zu fühlen, ist wunderbar. Solange man seinem Körper nicht schadet und nicht zu jung ist dafür, ist das absolut okay. Ich lasse mir vielleicht auch einmal den Busen machen, wenn ich mit meiner Ballettkarriere fertig bin. Jetzt ist mir das in meinem Vertrag mit der Budapester Oper verboten. Weil jedes Kostüm kostet 3000 bis 4 000 Euro, wenn das eine macht, müsste alles geändert werden. Ein Mädchen wurde deshalb auch fristlos entlassen."

Seit 2013 ist Sarkissova als erste Solotänzerin in der Budapester Nationaloper beschäftigt, trainiert acht bis zehn Stunden am Tag und tanzt dort große Rollen - von "Schwanensee" bis "Le Corsaire". Ihr Vertrag fixiert ein lebenslängliches Engagement - allerdings sieht sie nach dem Ende ihrer Karriere als Ballett-Tänzerin ihre Zukunft nicht mehr in Ungarn. "Ich muss mich langsam darauf vorbereiten, dass ich mich von der Bühne entfernen muss. Viele Tänzer werden depressiv, weil die Bühne ist eine Droge. Du bekommst enorme Aufmerksamkeit und Glücksgefühle, die mit nichts zu vergleichen sind. Ich versuche mich mental vorzubereiten, obwohl ich noch gute fünf Jahre habe. Ich möchte den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Man sieht an der Haltung einer Ballerina - an Schulter und Hals, an der Spannung - ob sie jung und frisch ist oder schon lange dasteht."

"Noch Kinder, am liebsten noch drei"
In jedem Fall wird sie das Neujahrskonzert 2018/2019 an der Budapester Oper choreographieren. "Allerdings erfüllt es mich nicht so mit Freude, wenn ich etwas mache, wo ich hinter den Kulissen stehe." Privat wünscht sich die "Dancing-Stars"-Jurorin "noch Kinder, am liebsten noch drei." Derzeit lebt sie Patchwork - ihr 15-jähriger Sohn Gabriel lebt bei seinem Vater, ihrem Ex-Mann in Wien, ihr zweieinhalbjähriger Sohn Lev bei ihr in Budapest. "Ich habe eine Armee an Leuten, die mir mit dem Kleinen helfen - anders ginge das bei meinem Beruf nicht." Ihren Beziehungsstatus möchte Sarkissova derzeit nicht definieren: "Ich habe gelernt, dass Öffentlichkeit einer Beziehung schadet. Ich sage nur so viel: mein Traummann ist in meiner Nähe."

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
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