Mo, 20. November 2017

Vier Kinder verletzt

14.05.2017 18:09

Schwerer Kutschenunfall bleibt ein Rätsel

Nach dem Kutschenunfall in Leutschach, bei dem vier Kinder und drei Erwachsene verletzt wurden, sitzt im Reitstall der Schock tief. Bereits seit mehr als 20 Jahren werden derartige Ausflüge angeboten, und bis zum jetzigen Zwischenfall hat es noch kein Unglück gegeben. Die Pferde, Darius und Lazar, gelten als äußerst gutmütig.

Der Unfall ist uns ein Rätsel", sagt die 42-jährige Alexandra S., die Samstag kurz vor 16 Uhr mit Tochter Katharina (18) sowie sieben Gästen, fünf Kindern im Alter von vier bis 13 Jahren und einem Ehepaar, zu einer einstündigen Kutschenfahrt aufbrach. Diese endete, noch bevor das Gespann den Hof verließ.

Die Juniorchefin hatte die Zügel der beiden sechs Jahre alten Wallache fest im Griff, als das Unglück geschah: "Die Pferde haben sich plötzlich aufgebäumt und sind durchgegangen. Ich bin von der Kutsche geschleudert worden, hab’ am ganzen Körper Prellungen abbekommen." Die meisten Gäste stürzten in Panik auf den Asphalt und wurden verletzt. Die zehnjährige Nina aus Stockerau, ihre Schwester und ein weiteres Mädchen mussten im LKH Graz behandelt werden.

Insektenstiche als mögliche Ursache
Unverletzt blieben ein vier Jahre alter Bub, der auf der Kutsche sitzen geblieben war, und die 18-jährige Katharina, die mutig die Zügel übernahm. "Die Pferde sind zur Koppel galoppiert und haben den elektrischen Zaun durchbrochen", berichtet ihre Mutter. "Danach ist der Darius gestürzt, der Lederriemen riss ab, und der Spuk war zu Ende. Ich stehe noch unter Schock und kann nicht begreifen, warum das alles passiert ist. Die Wallache sind bei uns seit zweieinhalb Jahren im Einsatz, und zuvor hat es mit ihnen noch nie Probleme gegeben."

Der Seniorchef vermutet, dass Insektenstiche die Tiere verstört haben könnten, aber das ist Spekulation. Die Ursache bleibt ein Rätsel.

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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