Sa, 16. Dezember 2017

"Krone" war dabei

13.05.2017 10:59

Erstes Freitagsgebet in Grazer Groß-Moschee

Im Mai 2012 wurde der Grundstein für die große Moschee in Graz gelegt. Jetzt, fünf Jahre später, fand dort zum ersten Mal das Freitagsgebet statt. Seit einem halben Jahr gibt es einen neuen Imam. In seiner Predigt, die er zuerst auf Deutsch und dann auf Bosnisch hielt, ermutigte er seine Glaubensbrüder zu mehr Offenheit.

"Ich bin 26 Jahre alt und komme aus einer kleinen oberbayrischen Gemeinde", stellt sich Fikret Fazliæ, der neue Imam vom Islamischen Kulturzentrum Graz, jenem Verein, der die große Moschee in der Laubgasse baut, vor. Fazliæ, der in Bosnien zum Imam ausgebildet wurde, spricht sehr gut Deutsch und wirkt weltoffen.

Beim Freitagsgebet forderte er die Anwesenden auf, auf die Mehrheitsbevölkerung zuzugehen. "Gute zwischenmenschliche Beziehungen, ob in der Arbeit oder in der Schule", seien das Fundament für ein friedliches Zusammenleben.

Um in der Moschee Gottesdienste feiern zu dürfen, brauchte es eine Teilbenützungsbewilligung, denn sie steht noch im Rohbau. Die grüne Fassade und der Innenausbau fehlen noch.

Immerhin: Die Hälfte sei vollbracht, sagen die Verantwortlichen. Zwei Millionen Euro wurden bisher gesammelt (500.000 Euro spendierte ein Geschäftsmann aus den Emiraten, den Rest brachten Kleinspender auf) - zwei "Mille" werden noch gebraucht, um die Moschee fertigstellen zu können.

Als nächstes ist die Fassade an der Reihe. Ein Muster davon steht im Garten neben der Moschee. "Das macht SFL", erklärt einer. Nachbemerkung: "schweineteuer." Wann weitergebaut wird, sei eine Geldfrage. Neben der Moschee soll später ein Kulturzentrum mit einer Mehrzweckhalle, einem Kindergarten, einer Wohnung für den Imam und einem Restaurant entstehen.

Ernst Grabenwarter

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