Mo, 20. November 2017

Endlich!

12.05.2017 20:48

Fels wird heute gesprengt

14 Bohrlöcher und 15 Kilo Austrogel, ein spezieller Gelatine-Sprengstoff, sind heute Vormittag nötig, um einen Felsenturm so groß wie ein Einfamilienhaus in Fusch-Perleben kontrolliert sprengen zu können. 200 Kubikmeter Gestein drohen dort jede Sekunde abzugehen. Für die Sprengexperten ein gefährliches Vorhaben.

Die Nerven von Sprengmeister Philipp Knab, der in St. Veit das Unternehmen Höhenarbeit GmbH betreibt, sind angespannt. Eigentlich sollten am Freitag 14 Löcher in einen bröckelnden Felsen in Fusch-Perleben gebohrt und das Gestein kontrolliert abgesprengt werden.

Fusch: 200 Kubikmeter Gestein drohen jederzeit abzugehen

Doch der am Nachmittag wieder einsetzende Regen machte Knab und seinen Mitarbeitern einen Strich durch die Rechnung. "Wir haben mehr als die Hälfte der Löcher geschafft. Durch den Regen bröckelt es aber noch mehr. Zudem brauchen wir für die Sprengung eine gewisse Vorlaufzeit. Da müssen alle Absperrposten in Position sein. Niemand darf sich mehr im Gelände aufhalten. Das wäre lebensgefährlich", erklärt Knab. Die Sprengung musste schließlich auf Samstag verschoben werden. In die Löcher wird in der Früh noch 15 Kilo Austrogel-Sprengstoff gefüllt. "Der ist speziell für solche brisanten Sprengungen geeignet, weil er besonders rasch explodiert", so Knab.

14 Bohrlöcher, 15 Kilo Austrogel

Die Straße nach Bad Fusch ist bereits seit einem Felssturz Mitte Februar gesperrt. Ein alter Bauernhof und zwei Ferienhäuser sind in dem Bereich betroffen. "Das sind nur mehr Nebenwohnsitze bzw. Ferienhäuser", erklärt Bezirkshauptmann Bernhard Gratz. Die Besitzer seien bereits seit dem letzten Felssturz nicht mehr da.

Während der Sprengung werden noch zwei weitere Bauernhöfe evakuiert. "Wenn die unmittelbare Gefahr gebannt ist, können wir den Schutzwall gezielt ausräumen und die Straße zeitweise frei geben. Die Gefahr für die drei Nebenwohnsitze bleibt aber bestehen. Es gab dort schon fünf Felsstürze und nach der Sprengung wird es trotzdem noch welche geben. Das liegt am Frost-Tau-Wechsel und am Kalk-Schiefergestein", so Geologe Ludwig Fegerl.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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