Fr, 17. November 2017

12.05.2017 23:30

Bullen-Attacke auf Geschichtsbücher!

Schritt eins zu einem möglichen "Rekord auf Ewigkeit" will die Oscar-Crew heute zu Hause gegen Rapid machen

Zu Hause just gegen Erzrivale Rapid die Krone holen, sich zum Champion, zum absolut besten Team der Saison küren - bei diesem Gedanken meldet sich selbst bei Salzburgs 33-jährigem Keeper-Routinier Alex Walke noch der Bauch zu Wort. "Wenn man ein bisschen aufgeregt ist, fördert das die Konzentration. Vor so einem Spiel ist schon ein gewisses Kribbeln zu spüren!"

Der Liga-Schlager heute in Runde 33 gegen Grün-Weiß verspricht über 15.000 Fans zu elektrisieren. Wie es Spiele gegen die Hütteldorfer prinzipiell tun. In Sachen Atmosphäre können da nur Europacup-Partien - vorwiegend in der Champions League-Quali - mithalten.

In Mattersburg vor einer Woche wurde Titelmatchball eins vergeben, heute wollen Kapitän Walke und Co. das achte Meisterstück der Red Bull-Ära endlich fixiert haben! Wird zum 16. Mal in der Saison die Null festgehalten, sind die Mozartstädter "durch". Per Remis Meister zu werden - damit wäre man unterm Strich auf die Schnelle nicht ganz glücklich: "Wir legen alle Konzentration in diese Partie, wir wollen sie gewinnen. Wir können gegen die Wiener Großes schaffen", spielt Walke auf den vierten Titelgewinn Salzburgs in Folge an.

Bis dato hat dieses Kunststück nur Austria Wien zwischen 1978 und 1981 fertig gebracht. Der Titelverteidiger will diese Bestmarke bereits heute einholen. Um 19 Tage später am 1. Juni im Cup - erneut gegen Rapid - gar einen "Rekord auf Ewigkeit" aufzustellen. Vier Cup- und Liga-Titel in Folge wiederholen? Klingt nach einer "Mission Impossible". Gar nicht zu denken daran, dass der Serienmeister in der kommenden Saison dann die Möglichkeit hat, den Double-Rekord noch weiter auszubauen.

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

Dritte Halbzeit - Langeweile durch die Konkurrenz

Nur in der Theorie ist Salzburg der Meistertitel 2017 zu nehmen. Zwölf Punkte Vorsprung auf den Zweiten Austria bei vier verbleibenden Runden. Dazu das besseres Torverhältnis. Der vierte Titel in Serie ist den Bullen sicher.

Dabei hatte die Konkurrenz im Sommer Hoffnung, die Lücke zum Bundesliga-Krösus schließen zu können, den Titelkampf spannend zu machen. Rapid sprach sogar vom Titel. Auch knapp vor Ende der Saison 2016/17 sieht das Bild an der Tabellenspitze exakt so aus wie in den Jahren zuvor: Salzburg ist unumstrittener Erster, der Zweite folgt mit großem Abstand. Dabei entspannte sich die Lage bei den Bullen in dieser Spielzeit erst im Frühjahr. Durch die Abgänge von Keita, Hinteregger, Bernardo, Upamecano und zuletzt von Torjäger Soriano war die Atmosphäre im Klub und im Umfeld lange Zeit wenig einladend. Die Salzburger zogen mit ihrer exzellenten Form im Jahr 2017 der Konkurrenz einmal mehr den Nerv. Daran konnten auch die Verluste vieler Stammkräfte während der Saison nichts ändern. Das Trainerteam um Oscar konnte jeden Abgang sehr gut kompensieren.

Das alles spricht freilich für Salzburg. Aber eben auch gegen die Konkurrenz: Rapid, der erste Verfolger in den letzten Jahren, hat nach 32 Runden 32 (!) Punkte Rückstand auf die Bullen. Die Austria büßte in der Frühjahrssaison neun Zähler auf das Oscar-Team ein, verlor die bisherigen drei Duelle mit Salzburg, das bei einem Torverhältnis von 2:12!

Winterkönig Altach lag vor der ersten Frühjahrsrunde zwei Punkte vor dem Meister. Und nun? 16 Punkte zurück. Fehlt noch Sturm: Nach Spieltag elf hatte Salzburg neun Punkte Rückstand, nun sind es 15 Vorsprung. Noch Fragen? Salzburg dominiert die Liga. Für die Langeweile im Titelrennen kann der Meister nichts. Dafür ist die schwache Konkurrenz verantwortlich.

Philipp Grill, Kronen Zeitung

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