Do, 23. November 2017

Protest

12.05.2017 17:24

Polit-Streit um die Pflege droht zu eskalieren!

Mehr als 300 Pflegemitarbeiter aus Kabeg-Spitalern sowie von privaten Heimen und Krankenhäusern sind am Freitag in Klagenfurt auf die Straße gegangen. Der Streit um mehr Personal und höhere Gehälter droht langsam zu eskalieren. Denn die Gemeinden haben es abgelehnt, für Verbesserungen mehr Geld auszugeben.

Bisher kommt in Kärnten eine Betreuungskraft auf 2,5 Patienten. Um die Qualität in der Pflege zu sichern und Missstände bei den Arbeitsbedingungen abzuschaffen, kämpfen die Gewerkschaften vida und GPA-djp seit drei Jahren um eine Anpassung des Pflegeschlüssels auf 2,4 - was ein Plus von rund 120 Mitarbeitern bedeuten würde.

Parallel dazu umfasst das Paket für alle Kärntner Krankenhäuser und Heime eine effektivere Kontrolle sowie Gehaltsanpassungen. Um auf deren Dringlichkeit hinzuweisen, sind Hunderte Betroffene auf die Straße gegangen. Sie haben dem Gemeindebund eine Resolution übergeben. Dieser hat ja am Freitag über die neue Heimverordnung abgestimmt.

"Ich habe in meinem Bereich die Gelder so umgeschichtet, dass die Finanzierung dieses Pflegepaketes gesichert ist", versicherte Sozialreferentin Beate Prettner (SP) bereits im Vorfeld.

Dennoch werden die Maßnahmen vorerst nicht umgesetzt. FP und VP haben sich nämlich quergelegt, weil sie den Gemeinden keine zusätzlichen Ausgaben zumuten wollen.

Kampfansage von Gewerkschaft

"Wir sind enttäuscht. Das ist eine klare Kampfansage. Wir werden nun weitere Schritte einleiten", kündigt Valid Hanuna (GPA-djp) an. Theresia Marschnig von der Gewerkschaft vida: "Eine Handvoll schwarzer und blauer Bürgermeister treibt ein schäbiges Spiel. Das werden wir sicher nicht akzeptieren."

FP-Obmann Gernot Darmann sagt, dass man die Forderung der Pflegekräfte zwar unterstütze, die Art der Finanzierung jedoch ablehne, da die Belastung für die Gemeinden zu groß sei.

Alexander Schwab, Kärntner Krone

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