Mi, 22. November 2017

Opfern aufgelauert

12.05.2017 11:37

Sex-Übergriffe in Dornbirn: Serientäter gefasst

Eine Serie von sexuellen Übergriffen auf junge Frauen in Dornbirn ist geklärt: Die Polizei fasste einen 19-Jährigen, der zwischen Juli 2015 und Mai 2017 elf Frauen im Alter zwischen 16 und 33 Jahren belästigt haben soll. Der 19-Jährige ist laut Polizei geständig, als Motiv nannte er sexuelles Verlangen.

Der Tatablauf war in allen elf Fällen ähnlich. Der 19-jährige Österreicher lauerte den Frauen spät in der Nacht oder frühmorgens im Bereich des Bahnhofs Dornbirn-Schoren auf. Wenn die Frauen - die alleine und zu Fuß unterwegs waren - das Bahnhofsareal verließen, folgte er ihnen und startete wenig später in Seitenstraßen seine Attacken.

Dabei griff er die Frauen völlig unvermittelt an und begrapschte sie oberhalb der Kleidung. Manchen seiner Opfer hielt er auch den Mund zu und drückte sie zu Boden. Weil aber alle elf Frauen heftige und zum Teil lautstarke Gegenwehr leisteten, ließ der Mann stets von ihnen ab und ergriff die Flucht. Die Frauen blieben unverletzt.

Über 100 Personen am Bahnhof kontrolliert
Da relativ schnell klar war, dass es sich um einen Serientäter handeln musste, startete die Polizei im Bahnhofsbereich intensive Überwachungsmaßnahmen. Mehr als 100 Personen wurden kontrolliert. Als der 19-Jährige in der Nacht auf vergangenen Samstag die Überprüfung seiner Personalia verweigerte und flüchtete, konzentrierten sich die Erhebungen der Polizei auf ihn.

In kurzer Zeit war die Identität des Mannes ermittelt, der alle Vorwürfe gegen ihn gestand. Er übergab der Polizei auch das Bandana-Tuch, mit dem er sein Gesicht bei den Übergriffen vermummt hatte, sowie das laut Polizei "für ihn zu kleine Mountainbike", mit dem er seine Opfer verfolgt hatte.

In Justizanstalt Feldkirch gebracht
Der nicht vorbestrafte 19-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Feldkirch in die Justizanstalt Feldkirch überstellt. Er wird wegen des Verdachtes der elffachen geschlechtlichen Nötigung zur Anzeige gebracht. Bei fünf der elf Taten liegt laut Polizei lediglich eine versuchte geschlechtliche Nötigung vor, da es aufgrund der Gegenwehr der Frauen zu keiner Berührung des Intimbereichs gekommen war.

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Redaktion
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