Mo, 20. November 2017

E-Wirtschaft:

11.05.2017 17:07

„Grüne“ Flucht nach vorne

Mit einem sauberen Schnitt will sich die neue E-Wirtschaft von der dreckigen Energie aus Kohle- und Kernkraft trennen. Damit die Geschäftsmodelle funktionieren, investiert der deutsche "Kelag"-Miteigentümer "Innogy" (RWE Konzern) Milliarden in Innovationen. Davon sollen auch die Kärntner profitieren.

"Es sind spannende und disruptive Zeiten", sagt Hildegard Müller, Vorständin der deutschen "Innogy"-Gesellschaft - der "sauberen Abteilung" der RWE, die mit Kohle und Kernkraft Milliarden verdient hat. Wie der Energieriese E.on hat sich RWE nun aufgeteilt, um saubere und dreckige Energie zu trennen. Beim Kelag-Miteigner Innogy ist die Stromproduktion aus Wind und Sonne angesiedelt, das Netzgeschäft und das Innovations-Drehkreuz.

Weil die alten Geschäftsmodelle der E-Wirtschaft nicht mehr so viel abwerfen, andere verschwinden, muss man reagieren - schnell, innovativ, grün. 6,5 bis 7 Milliarden Euro will Innogy bis 2019 in Zukunftsprojekte investieren. Zwölf neue Start-up-Modelle wurden 2016 auf den Markt gebracht. Drohnen, die automatisch Photovoltaik-Anlagen prüfen (ucair), "shine" heißt ein Energiemanager, der im Haushalt Produktion und Verbrauch optimiert. Bei "Fresh Energy" schickt ein Stromzähler alle Daten auf eine App. An E-Carsharing- und Lademöglichkeiten, neuer Kommunikation im Internet der Dinge, wird gearbeitet. In der "AmpaCity" in Essen betreibt das 40.600-Mitarbeiter-Unternehmen das längste Supraleiterkabel der Welt: Damit soll in Ballungsräumen Strom verlustfrei ans Ziel gebracht werden. "Die Geschäftsmodelle ändern sich. Wir dürfen nicht stehenbleiben", sagt Leonhard Schitter, Ausschussvorsitzender der Interessensvertretung "Österreichs Energie" bei einem Besuch bei Innogy. Viele der Konzepte könnten Beispiel für die E-Wirtschaft in Österreich sein.

Von den Innovationen der Kelag-Miteigner (12 % direkt, 49 % über den Haupteigentümer Energieholding) profitiert Kärnten bereits. "Wir nutzen die innovativen Lösungen bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Smart-Homes", erklärt Kelag-Vorstand Manfred Freitag. Weitere Innovationen sollen folgen.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden