Mo, 18. Dezember 2017

Deradikalisierung:

11.05.2017 16:13

Radikalen Islamisten bei uns der Kampf angesagt

Mehr als ein Dutzend potenziell radikalisierte und damit gefährliche Asylwerber wurden - wie berichtet - nach dem Anschlag am Weihnachtsmarkt in Berlin in Oberösterreich von der Polizei identifiziert. Inzwischen läuft der Kampf gegen radikale Islamisten in den Quartieren und auch den Haftanstalten in Oberösterreich.

87 Kämpfer aus dem Syrien-Krieg, die aus Österreich dorthin gereist waren, kamen zurück, etwa ein Dutzend lebt in Oberösterreich. Sie stehen unter Polizei-Beobachtung. Dazu gibt’s noch mal so viele Asylwerber, die als Flüchtlinge kamen und als  gefährlich gelten.

Kleine Quartiere helfen

"Dadurch, dass bei uns die Quartiere mit durchschnittlich 25 Bewohnern klein sind, fällt es leichter, eventuelle Tendenzen zu erkennen. Derzeit ist es ruhig und das soll auch so bleiben", sagt Integrations-Landesrat Rudolf Anschober von den Grünen, der auch viermal pro Jahr das "Netzwerk Deradikalisierung" einberuft. Hier sitzen Extremismus-Experten, Polizeibeamte und auch Schulbehörden sowie Hilfsorganisationen beisammen und fixieren Maßnahmen, um der Radikalisierung in Oberösterreich möglichst den Nährboden zu entziehen.

Kaum Anrufe bei Extremismus-Hotline
Dazu kommen Workshops für die 10.000 Freiwillige, damit sie Äußerungen, Zeichen und Verhalten von Migranten richtig deuten. Bei der Extremismus-Hotline ist es übrigens relativ ruhig: Seit der Einführung im Dezember 2014 gab’s 69 Anrufe. Rechtsextremismus ist auch ein Thema: 242 Anzeigen gab’s im Vorjahr in OÖ.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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