Do, 23. November 2017

Bewegtbildstudie

10.05.2017 14:30

Klassisches Fernsehen verliert bei Jungen

91 Prozent der Österreicher betrachten täglich bewegte Bilder, ob lineares Fernsehen, Streams oder DVD. Für die Jungen (14 bis 29 Jahre) spielt klassisches TV aber eine geringere Rolle als in der Gesamtbevölkerung. Fast zehn Prozent der Reichweite geht dort auf das Konto von YouTube, auch andere Plattformen sind im Vormarsch, zeigt die Bewegtbildstudie der Arbeitsgemeinschaft Teletest sowie der Rundfunk und Telekom-Regulierungs GmbH, deren erste Ergebnisse am Mittwoch präsentiert wurden.

Ein zentrales Ergebnis: Insgesamt unterscheidet sich das Ausmaß der Bewegtbild-Nutzung nach Altersgruppen kaum. Doch während in der Gesamtbevölkerung klassisches Fernsehen 81,2 Prozent des TV-Konsums bestreitet, sind es bei der jungen Zielgruppe nur 59,3 Prozent. Die Möglichkeit, TV online zu schauen (also etwa via TVthek) wird von der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen mit 8,6 Prozent deutlich stärker genutzt als von allen Altersgruppen (3,7 Prozent).

YouTube steht bei der Jugend als zweitwichtigste Quelle (9,5 Prozent) hoch im Kurs. Netflix und Amazon Prime als hierzulande bekannteste Streaming-Anbieter kommen in dieser Gruppe auf gemeinsam 5,5 Prozent, insgesamt betrachtet dagegen nur auf 2,4 Prozent.

Videonutzung
Die Studie hat auch die Details der Nutzung auf Videoplattformen erkundet (alle Altersgruppen): 35 Prozent findet auf kostenlosen Plattformen (also YouTube, Vimeo etc) statt, 26 Prozent in kostenpflichtigen Online-Videotheken (Netflix & Co.). Nicht unbeachtliche 17 Prozent entfallen auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

(Illegales) Filesharing ist dagegen offenbar kein großes Thema mehr - lediglich neun Prozent des Videokonsums gehen darauf zurück. Bevorzugt zugegriffen auf die bewegten Inhalte wird mobil. Der Konsum findet zu 25 Prozent übers Notebook statt, zu 20 Prozent am Smartphone und zu 18 Prozent am Desktop-Rechner.

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