Do, 14. Dezember 2017

Gemüse aus dem Meer

20.06.2017 06:00

Algen als hochwertige Eiweißquelle

Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12 und Jod - klingt nach Fisch, ist aber Alge. Seit Jahrtausenden gehört das Meeresgemüse zur Esskultur der Asiaten. Als Foodtrend hat es sich mittlerweile auch über Europa ausgebreitet. Was hat das "Lebensmittel der Zukunft" zu bieten?

In Europa werden jährlich 70 t getrocknete Algen verspeist - in Japan 97.000. Inzwischen hat die europäische Küche den Trend aber aufgegriffen und bereichert mit dem Meeresgemüse auch heimische Speisekarten. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig. So werden sie in Suppen, Salaten, Aufläufen und Smoothies, als Pesto, Beilage oder Spaghetti verwendet, wie das "forum-ernährung" berichtet.

Der Eiweißgehalt von Nori-Algen ist zum Beispiel vergleichbar mit dem von Sojabohnen.
Dabei sind Algen energie- und fettarm sowie reich an löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Das wenige Fett ist hochwertig: Eicosapentaensäure und alpha-Linolensäure tragen zu einem günstigen Omega-3-/Omega-6-Verhältnis bei. Außerdem sind Nori Algen reich an Beta-Carotin, B-Vitaminen und Vitamin C sowie den Mineralstoffen Kalzium, Kalium, Magnesium und den Spurenelementen Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Jod. Neben tierischen Lebensmitteln enthalten sie auch für den Menschen verwertbares Vitamin B12.

Ihr hoher Jodgehalt ist aber zu beachten! Risikogruppen wie Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten besonders jodreiche Braunalgen wie Kombu meiden.

Karin Rohrer, Kronenzeitung

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