Di, 21. November 2017

Skarsgard & Hoss

10.05.2017 12:44

„Rückkehr nach Montauk“: Nachhall einer Affäre

Stellan Skarsgard spielt den in Berlin lebenden Schriftsteller Max Zorn, der nach zwanzig Jahren nach New York kommt, um sein neues Buch vorzustellen. Schnell wird klar, dass ihn mehr mit dieser Stadt verbindet. Denn da ist Rebecca (Nina Hoss), jene Frau, die er hier einst zurück ließ und die nun als Anwältin arbeitet. Ein gemeinsames Wochenende in Montauk, einem Küstenort an der Spitze von Long Island, lässt Gefühle unter der Borke der Erinnerung hervorbrechen.

Regisseur Volker Schlöndorff widmet "Die Reise nach Montauk" dem Andenken des Literaten Max Frisch, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband und dessen "Homo Faber" er 1991 verfilmte.

Entstanden ist ein melancholisches Drama, das von verpasster Nähe erzählt. Eindringlich spürt Schlöndorff dem schmerzlichen Nachhall einer von emotionalem Ungleichgewicht geprägten Affäre nach, und er lässt dabei inszenatorisch meisterliche Sorgfalt walten. Wunderbar Nina Hoss zwischen Herzensfragilität und unterkühlter Stärke, während sich Skarsgard in den Kokon des tagträumenden Romanciers einspinnt. Chronik einer Kapitulation vor den Missverständnissen der Liebe.

Kinostart von "Rückkehr nach Montauk": 12. Mai.

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