So, 19. November 2017

Nur 50.000 Zuseher

08.05.2017 10:04

„Im Namen des Volkes“: Quoten-Flop Irmgard Griss

Eigentlich wollte Puls 4 mit seiner neuen TV-Show "Im Namen des Volkes" mit Ex-OGH-Präsidentin und Ex-Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss ein quotenträchtiges neues Format für den Sonntagabend in Position bringen. Doch die Rechnung ging nicht auf: Obwohl die Show intensiv beworben wurde, sahen nur 50.000 bis 75.000 Österreicher die neue Puls-4-Gerichtsshow, der Marktanteil lag im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Die Quotenschätzungen gehen auseinander: Laut Infos aus dem ORF-Umfeld soll die neue Gerichtsshow, die am Sonntag zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr Premiere hatte, bis zu 75.000 Zuschauer angezogen haben, was einem Marktanteil von zwei Prozent entspräche. Puls 4 selbst spricht auf seiner Website von durchschnittlich 50.000 Zusehern und einem Marktanteil von 3,8 Prozent. So oder so: kein guter Start für "Im Namen des Volkes".

"Two and a Half Men" lief auch nicht schlechter
Zum Vergleich: Der US-Serienklamauk "Two and a Half Men", den Puls 4 unmittelbar vor der neuen Show über die Bildschirme flimmern ließ, hatte ähnliche Quoten. Ein durchschnittlicher Hauptabendfilm schafft deutlich höhere Zuseherzahlen - ohne zuvor groß per Werbekampagne angekündigt zu werden. Für Puls 4 ist die neue Gerichtsshow damit quotentechnisch alles andere als ein Hit.

Polarisierendes Thema: "Kopftuchverbot in Schulen"
Dabei hatte sich der Sender für die erste Ausgabe von "Im Namen des Volkes" ein polarisierendes Thema ausgesucht: Irmgard Griss diskutierte mit zwei Teams über das Thema "Kopftuchverbot in Schulen - Ja oder Nein" und ging mit ihren Diskussionspartnern im Zuge einer fiktiven "Beweisführung" die Argumente durch. Am Ende der Anhörung kam Griss zum Ergebnis, dass die Mehrheit ein Kopftuchverbot in der Schule befürwortet.

Wie es mit der neuen Show nun weitergeht, muss sich zeigen. Puls 4 hatte zunächst geplant, "Im Namen des Volkes" einmal pro Monat auszustrahlen. Öfter wird man Irmgard Griss angesichts der kümmerlichen Quoten der Erstausgabe auf absehbare Zeit wohl nicht auf dem Privatsender zu Gesicht bekommen.

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