Mo, 20. November 2017

Thema Erziehung

09.05.2017 16:16

Neid und Eifersucht: Konkurrenz unter Geschwistern

Eifersüchteleien unter Geschwistern sind nicht weiter schlimm. Problematisch sind sie dann, wenn Eltern ungerecht reagieren.

Eltern kennen sie nur zu gut: Situationen, bei denen es unter Kindern zu Neidgefühlen kommt. Das eine jammert, dass es weniger Geschenke zum Geburtstag bekommt als die kleine Schwester. Der andere fühlt sich ausgeschlossen, weil Vater und großer Bruder dieselben sportlichen Interessen haben. Ständiger Neid unter Kindern macht es Eltern schwer, allen Beteiligten gerecht zu werden.

Doch Neid muss nicht immer schlecht sein, so Experten. Ein gewisses Konkurrenzdenken ist durchaus natürlich. Dennoch: Die Eifersucht kann für Mütter und Väter ziemlich nervenaufreibend sein.

Das Buhlen um Aufmerksamkeit
Zu Neid kommt es vor allem durch ein Gefühl der Benachteiligung. Eine wichtige Rolle spielt die Gunst nach Aufmerksamkeit und Anerkennung durch die Eltern. Leidet eines der Kinder unter einer Krankheit, erhält es während dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit. Und Mutter und Vater sollten klarstellen, dass jedes Kind im Krankheitsfall die gleiche bevorzugte Behandlung erhält. Die Liebe der Eltern sollte jedem Kind gleich zustehen. Sowohl der "Raufbold" als auch die "Heulsuse" sollten sich ihrer sicher sein können.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
"Mein Mann (48) ist seit einem Jahr arbeitslos und spielsüchtig. Ihm ist nicht zu helfen. Meine Kinder (11 und 16) und ich sind am Boden zerstört."

Das ist momentan wirklich eine schwierige Lebenssituation für Ihren Mann und - damit verbunden - natürlich für alle Familienmitglieder extrem herausfordernd. Ich kann hier nur dringend empfehlen, professionelle, persönliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen! Nicht nur Ihr Mann braucht derzeit fachliche therapeutische Hilfe. Auch für Angehörige psychisch kranker Menschen, vor allem auch für Kinder gibt es Therapiemöglichkeiten. Die ambulante Einrichtung Spielsuchthilfe (www.spielsuchthilfe.at) bietet österreichweit kostenlos Information und Beratung an und klärt über Behandlungsangebote auf. So kann neben einer Therapie auch eine Sozial- und Schuldnerberatung darüber hinaus hilfreich sein. Selbst wenn Ihr Mann (noch) nicht therapieeinsichtig ist, Hilfe ablehnt und nicht mitkommen möchte, empfehle ich Ihnen eine Beratung für sich und Ihre Familie in Anspruch zu nehmen. Wagen Sie diesen wichtigen Schritt, und nehmen Sie Hilfe an! Sie sind mit diesem Problem nicht allein. Alles Gute!

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Susanne Zita, Kronen Zeitung

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