Di, 12. Dezember 2017

Gratulation zu Sieg

08.05.2017 07:21

Trump über Macron: "Freue mich auf Zusammenarbeit"

Emmanuel Macron wird nach seinem Erdrutschsieg über Marine Le Pen der jüngste französische Präsident aller Zeiten. Nicht nur in Europa ist die Erleichterung darüber, dass er und nicht die rechtspopulitische Front-National-Führerin die Stichwahl für sich entschieden hat, groß - die Gratulationen zum Sieg kamen aus aller Welt.

US-Präsident Donald Trump gratulierte dem künftigen französischen Präsidenten zu dessen Wahlsieg am Sonntag - wie sollte es auch sonst sein? - über Twitter. Macron habe "einen großen Sieg" eingefahren, so Trump. "Ich freue mich sehr darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten." Während des erbittert geführten Wahlkampfes waren allerdings immer wieder Parallelen zwischen Le Pen und Trump gezogen worden, der seinerseits mit rechtspopulistischen Parolen den Wahlkampf in den USA bestritten und am Ende die Wahl gewonnen hatte.

Xi: "China steht für Zusammenarbeit bereit"
Chinas Präsident Xi Jinping schrieb nach Angaben des chinesischen Außenministeriums in einem Glückwunschschreiben: "China steht bereit, mit Frankreich zusammenzuarbeiten, um die strategische chinesisch-französische Partnerschaft auf eine höhere Ebene zu tragen." China und Frankreich trügen gemeinsam "Verantwortung für Frieden und Entwicklung in der Welt".

Mit Merkel, May und Trudeau telefoniert
Telefongespräche gab es mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, Großbritanniens Premierministerin Theresa May und Kanadas Regierungschef Justin Trudeau. Macron habe Merkel in einem zehnminütigen Telefonat in herzlicher Atmosphäre versprochen, er wolle sehr bald Berlin besuchen.

Ein Sprecher der britischen Premierministerin erklärte, May habe Macron herzlich zum Wahlsieg gratuliert, sie freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit ihm. Auch der Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der EU, sei kurz besprochen worden. Die Premierministerin habe erneut betont, dass Großbritannien nach dem Austritt eine starke Partnerschaft mit der EU anstrebe.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sagte: "Das französische Volk hat Hoffnung statt Angst und Einheit statt Spaltung gewählt."

Netanyahu: "Radikalislamischer Terror größte Geahr"
Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu freue sich auf eine Zusammenarbeit, hieß es in einer Mitteilung in der Nacht auf Montag. "Eine der größten Bedrohungen der Welt ist heute der radikalislamische Terror, der Paris, Jerusalem und so viele andere Städte auf der Welt heimgesucht hat", sagte Netanyahu. "Frankreich und Israel sind langjährige Verbündete und ich bin sicher, dass wir unsere Beziehungen weiter vertiefen werden."

Italien: "Macron ist Hoffnung für Europa"
Der italienische Premier Paolo Gentiloni begrüßt den Erfolg Macrons ebenfalls: "Macrons Sieg ist eine außerordentliche Hoffnung für Frankreich und Europa", twitterte Gentiloni am Sonntag. Laut dem italienischen Außenminister Angelino Alfano sei das Wahlergebnis in Frankreich ein Triumph für Europa. "Nach Brexit gewinnt in Frankreich ein überzeugter Europäer", kommentierte Alfano. Auch Gentilonis Vorgänger, der Chef der Demokratischen Partei (PD), Matteo Renzi, feierte Macrons Sieg. Sein Wahltriumph gebe ganz Europa neue Hoffnung.

Poroschenko gratuliert Macron zum Sieg
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko gratulierte seinem künftigen französischen Kollegen ebenfalls zu einem "spektakulärem Sieg". Der Wahlerfolg sei ein bedeutender Beweis des Vertrauens der Franzosen in ein vereintes Europa, twitterte Poroschenko am Sonntag in Kiew auf Französisch und Ukrainisch. "Ich freue mich auf eine ambitionierte Zusammenarbeit mit Frankreich." Er hoffe zudem auf eine Intensivierung des sogenannten Normandie-Formates im Konflikt in der Ostukraine. Frankreich bemüht sich neben Deutschland um eine Vermittlung in der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine.

Hollande: Ergebnis zeigt Verbundenheit mit EU
Der Sieg Macrons zeigt nach Ansicht seines Vorgängers Francois Hollande die Verbundenheit der Franzosen mit der EU. Er habe Macron angerufen, um ihm herzlich zu gratulieren, und habe ihm viel Erfolg für das Land gewünscht, teilte der Sozialist am Sonntagabend mit. "Sein großer Sieg bestätigt, dass eine große Mehrheit unserer Mitbürger sich um die Werte der Republik sammeln und ihre Verbundenheit mit der Europäischen Union sowie mit der Öffnung Frankreichs zur Welt ausdrücken wollte."

Auch weitere Politiker haben Macron gratuliert:

  • "Glückwunsch an die Franzosen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gewählt und der Tyrannei von Fake News eine Absage erteilt haben." (EU-Ratspräsident Donald Tusk)
  • "Gemeinsam für ein stärkeres und gerechteres Europa." (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker)
  • "Das französische Volk hat eine deutlich progressive und proeuropäische Wahl getroffen." (Der niederländische Regierungschef Mark Rutte)
  • "Wir, Frankreich und Spanien, müssen für ein stabiles, florierendes und besser integriertes Europa zusammenarbeiten." (Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy)
  • "Heute entmutigen die französischen Bürger die Europafeindlichkeit und den Extremismus." (Rumäniens Ministerpräsident Sorin Grindeanu)
  • "Ich bin froh, dass sich die Wähler für ein Frankreich entschieden haben, das weiterhin ein stolzer und starker Teil der Europäischen Union sein wird." (Der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka)
  • "Es ist ein Sieg für das französische Volk und die europäische Zusammenarbeit." (Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven)
  • "Wie erwartet hat die politische Vernunft der Franzosen gesiegt gegen die Protagonisten des falschen Patriotismus und die Zerstörer der europäischen Idee." (Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn)

Gratulationen gab es aber auch für die unterlegene Marine Le Pen:

  • "Du gewinnst das nächste Mal - und ich auch!" (Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders)
  • "Marine Le Pen ist trotz massiver Anfeindungen ein beeindruckendes Wahlergebnis gelungen, zu dem ich herzlich gratulieren möchte, auch wenn es am Ende leider nicht für den Sieg gereicht hat." (AfD-Chefin Frauke Petry)
  • "Wenn Marine Le Pen sich darauf konzentriert, kann sie 2022 gewinnen." (Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen UKIP-Partei, Nigel Farage)
  • "Es ist heute der Beginn und Startschuss für einen weiteren historischen Erfolgsweg des Front National in Frankreich gegeben worden." (FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache)
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