Fr, 24. November 2017

„Krone“-Interview

07.05.2017 12:05

Pöstlberger: „Das war auch der Erfolg meiner Frau“

Lukas Pöstlberger holte als erster Österreicher beim Giro d’Italia eine Etappe - und das Rosa Trikot! Am Samstag musste er es an Tagessieger Andre Greipel abgeben, zuvor sprach er mit der "Krone".

"Krone": Gratulation zu deinem Erfolg! Hast du vor Freude auch im Rosa Trikot geschlafen?
Lukas Pöstlberger: Nein, ich musste es waschen. Ich hab es mit Champagner angespritzt.

Dein Sieg zum Auftakt war so aber wohl nicht geplant.
Stimmt. Wir wollten eigentlich im Sprint für Sam Bennett fahren. Aber wir haben uns ein bisschen verloren, dann hab ihn gefragt, was ich machen soll - und er sagte: Fahr einfach und halte das Tempo! Das hab ich gemacht, mich 700 Meter vor dem Ziel umgedreht und mir gedacht: Ja, wo bleibt der denn? Dann hab ich über Funk nur gehört: Pösti, Go!

Du hast trotz des heranfliegenden Feldes früh vor dem Ziel gejubelt. Riskant?
Ich hab es genießen wollen. 250 Meter vor dem Ziel wusste ich, das geht sich aus.

Wie fühlt es sich an, wenn man als erster Österreicher das  Rosa Trikot überstreift?
Es ist geil, aber ich hab es noch nicht realisiert. Ich weiß nicht, was es für meine Zukunft bedeutet.

Wen hast du als Erstes nach dem Triumph angerufen?
Meine Frau Veronika. Ich hab ihr für die Unterstützung gedankt. Das war auch ihr Erfolg.

Du hast auf der ersten Etappe "nebenbei" auch das Punkte-Trikot und jenes des besten Jungprofis geholt.
Bei der Siegerehrung hab ich mich ein bisschen verarscht gefühlt, weil ich viermal auf die Bühne geholt wurde. Aber das ist der erfolgreichste Tag in meinem Leben, und auch in der Geschichte unseres Teams.

Dein erneuter Angriff kurz vor dem Ziel  der zweiten Etappe wurde vereitelt, Andre Greipel (D) übernahm Rosa, aber du bist Zweiter und weithin bester Jungprofi. Wie geht’s weiter?
Jetzt hat mein Team keinen Stress mehr - wir hatten einen Sieg als Ziel für diesen Giro. Dass wir das auf der ersten Etappe schaffen, noch dazu beim 100. Jubiläum, ist ein Traum.

Stefan Burgstaller, Kronen Zeitung

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