So, 19. November 2017

„Mussten schmunzeln“

07.05.2017 11:46

Kärntner Feuerwehrauto im Kongo im Einsatz

Da staunte man im Gemeindeamt in Kärntner St. Jakob im Rosental nicht schlecht, als dort eine E-Mail samt mehreren Bildern mit Seltenheitswert eintrudelte. Ein Auslandshelfer der Caritas hatte während eines Aufenthalts im Kongo ein ausgemustertes Löschfahrzeug einer Feuerwehr entdeckt und sofort fotografiert.

Mehr als 5000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Kärnten und dem Kongo. Trotzdem fand ein ausrangiertes Löschfahrzeug der Feuerwehr Frießnitz-Rosenbach seinen Weg in das weit entfernte Land in Zentralafrika, wo es nach etlichen Dienstjahren und Einsätzen in der alten Heimat den dortigen Bewohnern als Bus dient. Sogar die originale Beklebung der Ortsfeuerwehr und die Typenbezeichnung von damals befinden sich noch auf dem Wagen, der schon bessere Tage gesehen hat.

"Soweit ich mich erinnern kann, wurde das Auto nach seiner Ausmusterung verkauft und vom Landesfeuerwehrverband gespendet", sagt Wolfgang Grabusch, Gemeindefeuerwehrkommandant aus St. Jakob im Rosental, der selbst schmunzeln musste, als er die Fotos zu Gesicht bekam: "Das Löschfahrzeug wird nun als Bus oder Taxi eingesetzt."

Fotograf arbeitet seit Jahren als Projektleiter im Kongo
Die Schnappschüsse gelangen dem Projektleiter Georg Gnigler, der schon seit mehreren Jahren bei der Caritas Steiermark in der Auslandhilfe aktiv ist und beim Bau von Brunnen, Pumpen und Wasserleitungen hilft. Erst zu Ostern war Gnigler von einer zehntägigen Projektreise aus dem Kongo zurückgekehrt und hatte die Fotos an die Gemeinde geschickt.

Christian Spitzer, Kronen Zeitung

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