Mi, 22. November 2017

„Vergib mir, bitte“

06.05.2017 16:50

Todes-Domina besuchte Grab ihres Freiers

Verstohlen wischte sich Pamela Fuchs über die Augen, als sie am Grab jenes Mannes steht, den sie im Leben und im Sterben nahe war. Zum ersten Mal besuchte die Todes-Domina die letzte Ruhestätte ihres Freiers (45) im Bezirk Tulln in Niederösterreich, der sich beim Liebesspiel in Wien stranguliert hatte.

"Ich kann nur erahnen, wie es der Mutter meines Freiers ergangen ist, als sie in jenen Septembertagen des Jahres 2015 ihren Sohn auf den letzten Weg begleitet hat", sagt Pamela Fuchs. Der Kies knirscht, vom Himmel benetzen einige Tropfen die schlichte Ruhestätte ihres auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Kunden. Lange hat die Wiener Ex-Domina mit sich gerungen, bevor sie sich entschloss, jenem Mann die Ehre zu erweisen, der ihr im Leben und im Tode auf intimste Weise nahe war.

Wie berichtet, hatte der Mann (45) Pamela Fuchs, die jetzt ihre Erlebnisse in einem Bestseller-Buch festhielt, gebeten, ihn zu strangulieren (so stand es im Vertrag) und das gemietete Zimmer zu verlassen. Als sie wiederkam, war er tot.

"Irgendwie ist er noch in meinem Herzen"
Was bleibt, sind Erinnerungen: "Irgendwie ist er noch in meinem Herzen. Er war liebenswert und verletzlich. Ein kleiner Bub im Körper eines Mannes. Ruhe in Frieden und vergib mir bitte, Martin."

Mark Perry und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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