So, 17. Dezember 2017

Minenfeld OÖ:

06.05.2017 14:18

Jährlich tauchen 15 Bomben auf

Tausende tödliche Kriegsrelikte lauern noch in Oberösterreichs Erde. Am Dienstag wurden in Alkoven, wie berichtet, zwei deutsche Fliegerbomben entdeckt. Die je 70 Kilo schweren Weltkriegswaffen konnten zum Gück problemlos entschärft werden. Nicht immer geht das so klaglos. 2003 starben dabei in Salzburg zwei Menschen.

"Wir gehen von tausenden Fliegerbomben aus, die noch in Oberösterreich in der Erde stecken. Jedes Jahr tauchen, meist bei Baggerungsarbeiten, zwischen acht bis 15 Stück davon auf", sagt Karl Rittmannsberger, einer der sieben Sprengstofffsachkundigen der Polizei: "Es passiert selten etwas, weil professionell agiert wird."
Wie reagiert man richtig? Rittmannsberger: "Der Ablauf ist klar: Wenn auf einer Baustelle eine Bombe oder einen Granate gefunden wird, sofort die Arbeiten einstellen, das Gelände absichern und die Exekutive alarmieren." Als erstes kommt eine "normale" Polizeistreife, die dann die Sprengstoffsachkundigen zu Rate zieht.  Erst wenn die Spürnasen sicher wissen, dass es sich um echte Bomben handelt, wird der beim Bundesheer angesiedelte Entminungsdiernst gerufen. Diese Experten übernehmen dann die  Entschärfung und Entsorgung.
Die meisten Fliegerbomben wurden in Linz am Gelände der heutigen Voest und Chemie abgeworfen, sowie an Verkehrsknotenpunkten wie in Attnang-Puchheim. In Alkoven waren die beiden Relikte deutsche Fabrikate. Oftmals kam es nämlich zu Notabwürfen, zum Beispiel wenn Flieger in Kampfhandlungen verwickelt wurden.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden