Do, 23. November 2017

Pflegedrama in Wien

05.05.2017 23:00

Verzweiflungstat: Sohn erschießt seine Mutter

Mit einem Mord an einer 95-jährigen Pensionistin und dem Selbstmord ihres Sohnes (67) hat ein Pflegedrama im Wiener Bezirk Döbling geendet. Nachdem eine Angehörige am frühen Freitagabend vor der verschlossenen Tür gestanden war, rückten aus Sicherheitsgründen sogar die Cobra und die WEGA an.

"Ich bin mit der Pflege der Mama überfordert - ich werde sie erschießen": Mit dieser telefonischen Schreckensmeldung kündigte der Wiener seiner Lebensgefährtin, die sich gerade bei Verwandten in Kärnten befand, die Verzweiflungstat an.

Die Frau fuhr sofort mit dem Auto nach Wien. Als sie gegen 16.30 Uhr vor dem versperrten Einfamilienhaus in der Sollingergasse im 19. Bezirk stand und trotz lauten Klopfens niemand öffnete, verständigte sie die Polizei.

Tödliche Schussverletzungen
Da nicht klar war, ob sich jemand mit einer Waffe im Haus aufhält, wurden auch Speziakräfte der Cobra und der WEGA angefordert. Die Beamten drangen in das Haus ein und entdeckten die Leichen - beide wiesen tödliche Schussverletzungen auf. Laut ersten Ermittlungen hat der Sohn die betagte Mutter getötet und sich danach selbst erschossen.

Wie die Landespolizeidirektion am späten Freitagabend mitteilte, hatte sich der Mann seit Längerem um die pflegebedürftige 95-Jährige gekümmert. "Die beiden waren an derselben Adresse gemeldet", so Behördensprecher Harald Sörös.

Details zum Tatgeschehen sind noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Ebenso unklar ist, ob der Bluttat ein konkretes auslösendes Moment vorangegangen sein könnte. Die Angehörigen bzw. Hinterbliebenen standen zunächst nicht als Zeugen zur Verfügung, sie mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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