So, 19. November 2017

Das Große Interview

05.05.2017 23:30

„Der Schmerz frisst dich auf“

Warum Anna Veith über Speed-Disziplinen Anschlussfinden will, Sölden und neuer Manager kein Thema sind

Anna, die Operation im linken Knie nach der chronischen Entzündung der Patellasehne ist nun zwei Monate her. Wo siehst du dich auf dem Weg zurück?

Ich bin gut im Soll, sehr froh, dass ich die Operation gemacht habe und überzeugt, dass es wieder funktionieren kann. Aber es braucht sehr viel Geduld.

Wie schaut dein Tages- bzw. Wochenplan nun aus?

Jeden Tag eine intensive Einheit und Therapie, meistens im Olympiazentrum Rif. Mehr geht noch nicht. Am Rad-Ergometer schaffe ich 125 Watt und in der Beinpresse 80 kg beidbeinig. Angefangen habe ich mit 30.

Der Arzt sagte im März: Mindestens sechs Monate Ski-Pause. Wann planst du nun die Schnee-Rückkehr?

Mein Ziel ist Ende Oktober. Ich muss dafür körperlich richtig fit sein.

Der Weltcup-Auftakt in Sölden ist somit

... kein Ziel, unrealistisch.

Wie geht es der "zweiten Baustelle", dem beim Training im Oktober 2015 schwer verletzten rechten Knie?

Die Patellasehne wird nie mehr so sein wie vorher. Es gibt eine Riss-Stelle, bei der die Nerven getrennt wurden und ich kein Gespür mehr habe. Das war lange das Problem beim Muskelaufbau, weil die Impulse nicht richtig ankamen. Alles andere ist wieder sehr stabil.

Wie sehr hilft es dir nun, dass du mit Platz 3 in Cortina im Jänner gesehen hast, dass du wieder vorne dabei warst?

Das hat mich sehr motiviert, ich war ja nie schmerzfrei. Auf Dauer, wenn man nicht erfolgreich ist, frisst einen der Schmerz auf. Früher haben die vielen Erfolge alles überstrahlt.

Ziel ist daher ...

... wieder schmerzfrei zu sein. Olympia ist im Kopf und auch motivierend, aber da bin ich noch weit weg.

Rückkehr in den Weltcup im November ist denkbar?

Frühestens. Aber Ziel ist es, über die Speed-Disziplinen wieder einzusteigen.

Es gab Gerüchte um ein neues Management. Stand?

Es gibt kein neues Management. Ich habe die Ursula (Pressebetreuerin Hoffmann, Anm.) und sehr gute Unterstützung im ÖSV, bin versorgt.

Herbert Struber, Kronen Zeitung

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