Sa, 25. November 2017

In Ried im Innkreis

06.05.2017 00:45

Fünf Radarboxen zugeschmiert

Radarkästen fetten die Budgets etlicher oö. Gemeinden deutlich auf, doch viele Autofahrer empfinden diese Form der Tempokontrolle als reine "Abzocke". In Ried im Innkreis wurden in der Nacht auf Freitag alle fünf Radarkästen zugeschmiert. In Braunau fackelten Rodwies sogar den Radarwagen ab.

Die "Rächer der Abkassierten" schlugen vermutlich gegen Mitternacht zu, schmierten alle fünf fixen Radaranlagen in der Innviertler Bezirksstadt zu. Nur das mobile Radarauto blieb verschont.

Attacken auf Radarboxen haben im aufmüpfigen Innviertel beinahe schon Tradition: Mitte April wurden in Braunau ebenfalls fünf Radarkästen mit schwarzer Farbe vorübergehend unbrauchbar gemacht, zuvor bei einem der Messgeräte die Scheibe eingeschlagen. Und bereits im März des vergangen Jahres sorgten die beinharten Braunauer "Radar-Hasser" für Schlagzeilen, weil sie sogar das Radarauto der Stadtgemeinde abfackelten - wir berichteten mehrfach.

Doch zumindest die kleineren Vandalenakte dürften die Gemeinden kalt lassen, denn es geht um zuviel Geld: Die Stadt Braunau lukrierte 2016 aus Radarstrafen 350.000 Euro. Ried streifte 900.00 Euro ein! Bad Ischl rechnet für 2017 mit einer Million Euro, Gmunden mit 680.000 Euro!

von Christoph Gantner

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