Do, 23. November 2017

Aktionstag

05.05.2017 16:09

Rund 20.000 Tiroler leiden an Herzschwäche

Rund 20.000 Tiroler leiden laut Statistik an Herzschwäche. Viele Betroffene wissen aber gar nichts von ihrer Erkrankung, weil Symptome oft falsch gedeutet werden. Das Tiroler Vorzeigeprojekt "HerzMobil" hat sich bewährt und bietet vielen Patienten mit einem schwachen Herz eine verbesserte Lebensqualität.

Zuerst geht das Treppensteigen nicht mehr und plötzlich bereitet auch schon das Zähneputzen Probleme: Die "Volkskrankheit" Herzschwäche ist auf dem Vormarsch und wird in ihrer Bedeutung meist unterschätzt. Körper und Organe werden durch die Herzschwäche nicht mehr vollständig mit Blut versorgt, wodurch es zu einem Sauerstoff- und Nährstoffmangel kommt. "Bei über 65-Jährigen ist Herzinsuffizienz die häufigste Ursache für eine Spitalseinweisung", weiß Gerhard Pölzl, Leiter des Herzinsuffizienz- und Herztransplantationsprogramms an der Innsbrucker Universitätsklinik.

Patienten-Daten werden zu Hause aufgezeichnet

In den ersten Monaten nach einer Herzschwäche ist auch das Risiko, wieder im Spital betreut werden zu müssen, groß. Doch mit dem Projekt HerzMobil ist es seit einigen Jahren gelungen, die ansonsten sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme zu senken. "Die Erkrankung der Patienten konnte erfolgreich stabilisiert werden", weiß Landesrat Bernhard Tilg.

Benötigt wird nur ein speziell entwickeltes Smartphone, ein Blutdruckmessgerät und eine Waage. "Damit werden wichtige Daten der Patienten zu Hause aufgezeichnet. Diese werden von einem ganzen Netzwerk an Betreuern ausgewertet und mit den Patienten gemeinsam optimiert", weiß Pölzl.

Statt im Spital wird der Verlauf der Erkrankung zu Hause überwacht. Dem Patienten wird damit in dieser schwierigen Lebenssituation Lebensfreude, Hoffnung und Sicherheit vermittelt.

Kronen Zeitung

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