Do, 23. November 2017

Mörser explodiert

05.05.2017 09:48

Letztes Foto von Kriegsfotografin zeigt ihren Tod

Fast vier Jahre lang waren die Fotos in Privatbesitz, jetzt wurden sie veröffentlicht - zwei Bilder, die eine Kriegsfotografin in den letzten Momenten ihres Lebens geschossen hat. Sie zeigen ihren eigenen Tod.

Army Specialist Hilda Clayton musste am 2. Juli 2013 mit nur 22 Jahren sterben. Und dabei löste ihre Kamera aus - genau zwischen dem Augenblick der Fehlzündung eines Mörsers und jenem, als der Druck der Detonation sie tötete. So entstanden Fotos, die den Tod der Kriegsfotografin und ihrer vier afghanischen Soldaten-Kollegen zeigen.

Clayton hinterlässt "ein Denkmal"
Shenee Brooks, ebenfalls Army Specialist - das ist der höchste militärische Mannschaftsdienstgrad in der US Army -, sprach nun über den tragischen Tod ihrer Kollegin Hilda Clayton. Gegenüber CBS News sagte sie, Clayton habe mit diesen Fotos "ein Denkmal" hinterlassen: "Sie starb, als sie genau das tat, was sie liebte." Brooks sagte auch, sie habe noch nie ein Foto gesehen, das man mit diesem vergleichen könne.

Familie erlaubt Veröffentlichung
Die beiden Fotos - geschossen von Clayton und einem afghanischen Fotojournalisten - wurden nun mit der Erlaubnis ihrer Familie in dem US-Armeemagazin "Military Review" veröffentlicht. Die Fotos entstanden während eines Trainings der afghanischen Soldaten.

Dokumentation des US-Militärs
Clayton war ein Teil eines größtenteils unbekannten Projekts des Pentagons. Demnach sollen die Tätigkeiten des US-Militärs mit Bildern und Videos dokumentiert und protokolliert werden.

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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