Fr, 24. November 2017

Stadthallenbad-Drama

04.05.2017 16:50

„Weil Kontrolle fehlte“: Sauna-Besucherin tot

Harte Kritik an der Leitung des Wiener Stadthallenbades: Weil eine ständige Kontrolle der Sauna fehle, sei die Ex-Olympiateilnehmerin Eva Worisch (88) nach einem Schlaganfall in der Sauna zu lange unentdeckt in der Hitze gelegen, berichten Stammgäste - die Seniorin starb. Die Aufsicht sei aus Spargründen reduziert worden.

"Das ist sehr traurig. Eva Worisch kannten alle von uns, sie war ein Vorbild für die ganze Schwimmerfamilie", kritisieren auch Mitglieder des Österreichischen Schwimmverbands inoffiziell "das ständige Sparen im Wiener Stadthallenbad". Sie werfen der Bäderverwaltung konkret vor: "Eva Worisch ist tot, weil eine ständige Kontrolle der Sauna fehlte."

Leblose Frau von Saunabesuchern entdeckt
Tatsächlich haben zwei andere Saunabesucher die bereits bewusstlose Seniorin in einer Saunakammer entdeckt - und nicht ein Bademeister. Zwar wurde Worisch dann noch mit dem Notarztwagen ins Spital eingeliefert, dort war ihr Leben aber nicht mehr zu retten. Laut Schwimmerkollegen sei sie bereits zu lange in der heißen Sauna gelegen, nach dem Schlaganfall war ein Nierenversagen tödlich.

Benützung auf eigene Gefahr
"Wir erfüllen alle Behördenauflagen, es gibt auch Kontrollgänge", kontert ein leitender Angestellter der Magistratsabteilung 44 (Bäderverwaltung). Und es werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Benützung der Sauna auf eigene Gefahr erfolge. Der Todesfall sei "natürlich tragisch", sagt der MA-44-Mitarbeiter, "aber sämtliche Alarmierungseinrichtungen sind behördenkonform."

Richard Schmitt
Chefredakteur krone.at
Richard Schmitt
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