Mi, 22. November 2017

„Krone“-Interview

03.05.2017 19:06

Rapid-Ass Schwab: „Wir haben Angst vorm Siegen!“

Rapids Stefan Schwab spricht mit der "Krone" über die kritische Lage bei Grün-Weiß, den Abstiegskampf und seine Lehren aus 2013!

"Krone": Stefan, wie hast du das jüngste, bittere K. o. bei der Admira verarbeitet?
Stefan Schwab: Es tat richtig weh, der Stachel sitzt noch immer tief. Im Spiel fühlte sich schon das 2:2 wie eine Niederlage an. Dass wir dann noch das 2:3 kassierten, konnten wir überhaupt nicht begreifen.

"Krone": Ihr habt im Cup gegen den LASK spät das 1:1 kassiert, nun gegen die Admira das späte Gegentor zum 3:2 …
Schwab: Es geht uns wie vielen Teams in dieser Situation: Wir haben Angst vorm Siegen oder Punkten. Wir hoffen, das Spiel über die Zeit zu kriegen. Das ist sicher der falsche Weg! Wir müssen aktiv bleiben und schauen, noch ein Tor zu erzielen.

"Krone": Wie beurteilst du die Lage fünf Runden vor Schluss?
Schwab: Uns ist bewusst, dass wir im Abstiegskampf stecken. Gegen WAC erwartet uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir müssen siegen, ohne Wenn und Aber. Um nicht ganz unten reinzurutschen.

"Krone": Was hat sich unter Trainer Goran Djuricin verändert?
Schwab: Wir haben bis aufs Derby in jedem Spiel zwei Tore oder mehr erzielt, haben offensiv mehr Freiheiten. Das tut dem Team gut, stimmt mich positiv. Defensiv fehlt die Stabilität, da müssen wir uns alle mehr unterstützen.

"Krone": Zittern im Saisonfinish um den Klassenerhalt - eine Situation, die du kennst …
Schwab: Ja, im Mai 2013 hatte ich mit Schößwendter und Auer mit der Admira in der allerletzten Runde in Mattersburg ein Endspiel. Wir siegten 1:0, blieben oben.

"Krone": Was nimmst du von damals für die aktuelle Situation mit?
Schwab: Den absoluten Glauben an das Team: Wir hatten nie aufgegeben. Ich verstehe den Unmut der Rapid-Fans, es soll aber jeder wissen: Uns Spielern geht es dabei am schlechtesten.

"Krone": Wie kommst du selbst mit diesem Druck klar?
Schwab: Ich hab keine Schlafprobleme, bin unrunder, weil ich mir viele Gedanken mache. Ich versuche, positiv zu bleiben, rufe im Kopf gute Szenen ab. Diese hast du in jedem Spiel. Das hilft.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden