Di, 20. Februar 2018

Anschobers Pläne:

03.05.2017 17:31

Integrations-Nachtrag für Tschetschenen und Türken

Die Integrationsoffensive für neue Flüchtlinge "rennt einzigartig gut", wie der zuständige Landesrat Rudi Anschober (Grüne ) meint. Daneben packt er Integrationsversäumnisse bei Migranten aus früheren Jahren an, insbesondere Türken und Tschetschenen. Deutschlernen und Stärkung der Frauen sind die Schwerpunkte.

Bei den vor 10 bis 12 Jahren nach Oberösterreich gekommenen Männern aus Tschetschenien ist die Arbeitslosenquote 31 Prozent, bei Frauen von dort 23,9 Prozent. Bei Frauen aus der Türkei ist sie mit 22,2 Prozent vergleichbar hoch, während die Männer türkischer Herkunft nur zu 14,5 Prozent arbeitslos sind.
Diese "Maßzahlen" für Integrationsversäumnisse bei früheren Migranten bewegen Anschober zu einer sozusagen nachträglichen Integrationsoffensive mit drei Stoßrichtungen: "Fördern und Fordern", was konkret bedeutet, dass es Landesförderungen für türkische und tschetschenische Vereine heuer nur dann gibt, wenn dabei die Stellung der Frauen gestärkt wird. Das spielt auch beim Deutschlernen eine Rolle, das verstärkt angeboten wird und bei dem Frauen auch über ihre Rechte aufgeklärt werden.

Integrationsbotschafter
Dritter Schwerpunkt speziell bei Tschetschenen werden "Integrationsbotschafter", wofür Anschober jene Zuwanderer gewinnen will, deren Integration eine Erfolgsstory geworden ist. Denn Vorbilder gibt’s auch.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden