Mo, 20. November 2017

Erdogan in Sotschi

03.05.2017 17:32

Russisch-türkische Beziehungen wieder normalisiert

Nach einer langen Krise sieht Russlands Präsident Wladimir Putin die Beziehungen zur Türkei wieder geglättet. "Wir können mit Überzeugung feststellen, dass die Periode der Wiederherstellung abgeschlossen ist", sagte Putin bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch in der Schwarzmeerstadt Sotschi. Die Partnerschaft sei wieder "normal".

Erdogan strich die zahlreichen Kontakte beider Seiten hervor und äußerte sich zufrieden über den Stand der politischen Beziehungen. Russland hatte die Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch das türkische Militär 2015 mit Sanktionen etwa im Agrarbereich belegt. Teilweise wurden diese bereits wieder aufgehoben. Putin sagte, er habe mit Erdogan über Möglichkeiten beraten, die Embargos weiter zu lockern.

Erdogan: "Manche Parteien sabotieren Syrien-Friedensprozess"
Im Syrien-Konflikt sprachen sich die beiden Präsidenten für die Einrichtung von "Zonen der Deeskalation" aus, um das Land zu befrieden. In diesen sollten laut Putin auch Flugverbote verhängt werden. Erdogan und Putin pochten auf die im Dezember vereinbarte Waffenruhe für das Land. Der Friedensprozess werde von "manchen Parteien" sabotiert, kritisierte der türkische Präsident, der neben IS und Al-Kaida auch die syrischen Kurdenmilizen nannte. Diese seien "Vampire", die sich "von Blut und Tränen" ernährten.

Putin sagte auf eine Frage nach möglichen Sicherheitszonen in Syrien: "Wir müssen solche Mechanismen finden, die ein Ende des Blutvergießens garantieren." Darin stimme er mit dem türkischen Präsidenten überein und darüber habe er auch am Vorabend mit US-Präsident Donald Trump gesprochen.

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