Di, 12. Dezember 2017

Bei G20-Gipfel

02.05.2017 22:58

Putin und Trump haben erstes Treffen vereinbart

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Gegenüber Donald Trump wollen sich am Rande des G-20-Gipfels am 7. und 8. Juli in Hamburg zum ersten Mal persönlich treffen. Das teilte der Kreml nach einem Telefonat der beiden Staatschefs am Dienstagabend mit. Die Außenminister Sergej Lawrow und Rex Tillerson treffen sich bereits in der nächsten Woche beim Arktischen Rat im US-Bundesstaat Alaska, um die zuletzt auf dem Tiefpunkt angelangten Beziehungen zwischen Moskau und Washington wieder ein wenig zu entspannen.

Weitere Themen des Telefongesprächs zwischen Putin und Trump waren das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus, der Syrien-Krieg und Nordkorea. Nach Kreml-Angaben hat Putin Trump zur Zurückhaltung in der Nordkorea-Krise aufgefordert. Die Spannungen sollten nicht weiter verschärft werden. Das Weiße Haus bezeichnete das Telefonat in einer Erklärung als "sehr gut".

"Leiden in Syrien hält schon zu lange an"
Im Syrien-Konflikt waren sich die Staatschefs der US-Erklärung zufolge einig, dass "das Leiden in Syrien schon zu lange anhält und alle Parteien alles in ihrer Macht Stehende tun müssen, um der Gewalt ein Ende zu bereiten". Trump und Putin wollen demnach auch den Dialog zwischen den Außenministern beider Länder in der Syrien-Frage befördern. Die beiden Staatschefs hätten auch über die Einrichtung von sogenannten Sicherheits- oder Deeskalationszonen in Syrien gesprochen. Die Vereinigten Staaten wollen einen Vertreter zu Waffenstillstandsgesprächen senden, die am 3. und 4. Mai im kasachischen Astana weitergehen.

Die Beziehungen der USA und Russlands stehen derzeit unter genauer Beobachtung, nachdem US-Geheimdienste dem Kreml vorgeworfen hatten, mit Hackerangriffen in den US-Wahlkampf eingegriffen zu haben. Das FBI untersucht zurzeit überdies mögliche Verbindungen zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und der russischen Regierung.

Ein US-Angriff mit Marschflugkörpern auf eine syrische Militärbasis Anfang April hatte die Stimmung zwischen Russland und den USA weiter verschlechtert. Trump hatte mit dem unerwarteten Schritt auf einen Giftgaseinsatz in Syrien reagiert, für den er die syrische Armee verantwortlich macht. Syriens Schutzmacht Russland weist dies zurück und fordert eine internationale Untersuchung.

Hoffnungen auf Tauwetter unter Trumps Präsidentschaft
Ursprünglich hatte die Führung im Kreml nach der Wahl Trumps zum neuen US-Präsidenten auf ein Tauwetter mit dem Weißen Haus gehofft. Doch nach dem US-Eingreifen in Syrien hatte Trump von einem Allzeittief der Beziehungen zu Russland gesprochen. Dennoch haben Putin und Trump bereits mehrfach miteinander telefoniert. Als erstes Mitglied der Trump-Regierung hatte Außenminister Tillerson im April Putin in Moskau besucht.

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