Sa, 25. November 2017

Wegen Terrorgefahr

02.05.2017 11:02

USA warnen offiziell vor Reisen nach Europa

Das US-Außenministerium hat wegen einer anhaltenden Gefahr von Anschlägen eine Reisewarnung für Europa herausgegeben. Einen konkreten Anlass gebe es nicht, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums am Montag in Washington. Doch insbesondere vor dem Sommerurlaub sei die Gefahr von Anschlägen durch das vermehrte Auftreten von Menschenmengen hoch: "Behalten Sie daher die Situation im jeweiligen Urlaubsland im Auge."

Die aktuelle Warnung gilt bis zum 1. September. Zuletzt hatte das US-Außenministerium vor der Winter-Urlaubssaison eine Reisewarnung für Europa herausgegeben, die im Februar auslief. Mögliche Ziele für Terroranschläge seien Einkaufszentren, Regierungseinrichtungen, Hotels, Klubs, Restaurants, Parks, Flughäfen und andere Örtlichkeiten.

Das US-Außenministerium bezog sich auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, Russland, Schweden und Großbritannien. Die Extremistenmilizen Islamischer Staat und Al-Kaida hätten "die Fähigkeit, Terroranschläge in Europa zu planen und auszuführen".

Zuletzt hatte ein IS-Terrorist in Paris am 21. April einen Polizisten erschossen. Touristen kamen damals keine zu Schaden, allerdings wurde die belebte Pariser Innenstadt stundenlang abgeriegelt. Die Menschen mussten zum Teil in Cafés und Geschäften ausharren.

Serie von Attentaten erschüttert Europa
Zuvor hatte am 8. April der Terror Schwedens Hauptstadt Stockholm getroffen. Ein 39-jähriger Usbeke tötete mit einem Lkw vier Menschen in einer belebten Einkaufsstraße. Der IS-Anhänger Rakhmat Akilov gestand wenig später die Tat, er soll zuvor kurz vor der Abschiebung gestanden sein.

Am 3. April hatte ein Al-Kaida-Sympathisant in der russischen Metropole Sankt Petersburg ein Selbstmordattentat verübt und dabei 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Täter handelte es sich nach Erkenntnissen der russischen Ermittler um den 22-jährigen Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan.

Ende März hatte der Islamist Khalid Masood auf der Westminster Bridge in London mehrere Menschen überfahren und vier von ihnen getötet. Anschließend erstach er auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten. Der Täter wurde danach von der Polizei erschossen.


297 "Gefährder" in Österreich
In Österreich gehen die Behörden aktuell von 297 "Gefährdern" aus. Die gefährlichsten würden laufend überwacht, heißt es von den Behörden. Wie groß die Terrorgefahr hierzulande tatsächlich ist, lässt sich aber nicht konkret quantifizieren.

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Redaktion
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