Fr, 24. November 2017

Hofer hilft Svazek

01.05.2017 22:08

Neue Generation feiert kampflustig den 1. Mai

Berührungsängste hat die neue politische Generation in Salzburg nicht. "Frau mit Power statt Haslauer" prangt auf den weißblauen Plakaten von FP-Parteichefin Marlene Svazek. Und beim roten Gewerkschaftsfest zum 1. Mai beschwor Spitzenmann Gerald Forcher den Wettergott, danach geißelte er das Wohnbau-Desaster.

Die Hauptdarsteller der beiden großen Mai-Feiern vor dem Gasthaus "Kuglhof" in Maxglan und der Zentrale der "AK" sowie des "ÖGB" in der Markus Sittikus-Straße sind jung: FP-Spitzenfrau Marlene Svazek wird am 13. Mai 25. Top-Gewerkschafter Gerald Forcher feiert am 12. August seinen 40er. Peter Eder, derzeit Bürgermeister von Bürmoos, wird am 10. September 48. Die "Krone" berichtete über die personellen Weichenstellungen für die Zukunft: Gerald Forcher soll an der Seite von Walter Steidl ganz vorne im Landtag sein und Peter Eder dürfte Präsident von Kammer und Gewerkschaft werden, wenn Siegfried Pichler sich verabschiedet.

Mit einer perfekten und beeindruckenden Rede hatte Gerald Forcher die Zuhörer auf den Bänken im sonnendurchfluteten Hof auf seiner Seite: Zeit zum Leben müssten die Menschen haben, nicht nur, um in der Früh aufzustehen und für die mit Mindestlohn bezahlte Arbeit 12 Stunden da zu sein. In den spannenden Monaten der langen Reise zu den Landtagswahlen gehe es auch darum, ob es weiter 50.000 Euro-Wohnbauförderung für Millionäre geben solle. "Hoch der 1.Mai! Freundschaft. Glück auf!" rief Forcher in die Szene, die von hunderten fröhlichen Genossen geprägt war.

"Freude schöner Götterfunken" spielte man zu Beginn, dann dankte Gerald Forcher dem "Wettergott", das Kampflied der Arbeiterbewegung folgte: "Völker höret die Signale, auf zum letzten Gefecht, die Internationale erkämpft das Menschenrecht" und weiter ging es bei DJ Georg Russegger mit den "Toten Hosen". Die rockten: "An Tagen wie diese . . . wünsch ich mir Unendlichkeit!" Die gibt es in der Politik nicht: Heinz Schaden trank ein Bier mit seinem Bürgermeister-Kandidaten Bernhard Auinger und alle machten ihm Mut für seinen kommenden Prozess: Tadellose und saubere Arbeit habe er Jahrzehnte geleistet, zahlreiche Bauprojekte, lange Zeit zu Tode diskutiert und verhindert, sind nun auf dem Weg und überall in der Stadt drehen sich die Kräne.

Svazek: fescher Trachtenrock
Flotte Jeans und einen feschen Trachtenrock trug Marlene Svazek (die übrigens mit einem Bachelor das Studium der Politikwissenschaften an der Universität Salzburg abgeschlossen hat und nun einen Master-Lehrgang besucht), als sie Ing. Norbert Hofer, den Beinahe-Bundespräsidenten durch die Menge der zweitausend Fans auf der Wiese vorm Kuglhof begleitete. Er habe nun etwas mehr Zeit und werde sich in die Wahlkämpfe in Salzburg einbringen, meinte Hofer. Das freute Andreas Reindl, frisch gekürter Spitzenkandidat für die Stadt-Wahl. Mit ihrer brutalen Ansage gegen Haslauer zeigt Marlene Svazek, dass die blaue Reise eher in Richtung kontrollierende Opposition geht. Neueste Umfragen attestieren ihr eine Sympathie-Welle, sie liegt nach der ÖVP an zweiter Stelle. Mitregieren scheint hingegen das Ziel der Sozialdemokraten zu sein. Walter Steidl will die Ungerechtigkeiten beseitigen, wenn es am Nachmittag keinen Platz mehr in der Notfall-Aufnahme gebe oder die Menschen im schönsten Bundesland die höchsten Mieten der Republik bezahlen müssten, so stimme einiges nicht.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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