Sa, 18. November 2017

Kurz vor Verpuffung

01.05.2017 11:45

Wienerin springt bei Zimmerbrand aus Fenster

Im wahrlich letzten Moment hat die Wiener Berufsfeuerwehr am Montagmorgen eine 31-Jährige bei einem Wohnungsbrand vor dem Tod bewahren können. Die Frau hatte sich vor den heißen Rauchgasen auf die Fensterbank im dritten Stock geflüchtet. Die Helfer bauten darunter ein Sprungkissen auf. Just als die 31-Jährige in die Tiefe sprang, kam es in den Räumlichkeiten zu einer Verpuffung ...

Es waren überaus dramatische Szenen, die sich gegen 6.30 Uhr in der Engerthstraße im Bezirk Leopoldstadt abspielten. Das Feuer war aus bislang unbekannter Ursache in der Wohnung der 31-Jährigen ausgebrochen - dichter Qualm durchzog das gesamte Stiegenhaus.

"Frau hat nicht mehr auf Zurufe reagiert"
Die Helfer bahnten sich ihren Weg in Richtung Wohnung, während weitere unterhalb des Fensters das Sprungkissen aufbauten. Das Opfer dürfte aufgrund von Angst und Panik bereits wie gelähmt gewesen sein: "Die Frau hat nicht mehr auf die Zurufe reagiert", so Feuerwehrsprecher Christian Feiler.

Genau in dem Moment, als die 31-Jährige sprang, kam es in der Wohnung zur Verpuffung: Gegenstände wurden mit voller Wucht aus dem Fenster geschleudert, von einem wurde das Opfer am Kopf getroffen und dadurch leicht verletzt. Die Frau landete jedoch sicher im Sprungkissen, hatte bei dem Inferno lediglich leichte Brandwunden und eine Rauchgasvergiftung erlitten. "Dass das ohne gröbere Verletzungen abgegangen ist, ist toll", freute sich Feiler.

Weitere Mieter von Feuerwehr ins Freie gebracht
Die Feuerwehr durchsuchte das verrauchte Stiegenhaus, brach Wohnungen auf der Suche nach weiteren Mietern auf und brachte eine fünfköpfige Familie sowie eine 73-Jährige in Sicherheit, die mit leichten Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Ebenfalls gerettet wurde die Katze der Pensionistin. Der Einsatz war gegen 8.45 Uhr beendet.

 krone.at
Redaktion
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