Mi, 13. Dezember 2017

Beeindruckende Rede

29.04.2017 18:33

Jäger einstimmig für MMM!

204 gültige Stimmen für Max Mayr-Melnhof (47): Kein Einziger der Salzburger Jäger enthielt sich, niemand war dagegen. "In großer Demut und mit Gottes und der Familie Hilfe" nahm MMM das Amt des Landes-Jägermeisters an. In einer beeindruckenden Grundsatz-Rede wandte er sich gegen die "Verurbanisierung" und kündigte Initiativen für die Natur an.

Als ihn die "Krone" am Samstag Nachmittag am Handy erreichte, war der junge Baron sichtlich geprägt von dem gewaltigen Votum. So lange wie einst sein Vater oder der Vorgänger Sepp Eder, dem er Bauernschläue und Hartnäckigkeit attestierte, wolle er nicht im Amt bleiben.

Aber umso mehr Initiativen möchte der neue Landes-Jägermeister setzen: Die Jagd soll mehr hinaus gebracht werden, in die Städte, die Dörfer, die Schulen und zu den Kindern. Jagd sei nicht Töten, sondern ein vertrauensvoller Umgang mit der Natur, Verantwortung, Wissen, Herzblut und erfüllende Arbeit.

Klares Bekenntnis zum aktiven Naturschutz

"Jagd ist aktiver Naturschutz," sagte der Gewählte. Nachhaltigkeit und Artenvielfalt liegen den Jägern am Herzen. Würden sie nicht verantwortungsvoll damit umgehen, so würden sie sich selbst ihre Liebe zerstören.

Die große Verbundenheit zur Landwirtschaft kam bei dem Bauern Max Mayr-Melnhof zum Ausdruck: "Wenn ich für die Milch nichts mehr bekomme, dann fliegen die Kühe aus dem Stall."

Für mehr Ehrlichkeit in der Gesellschaft

Sehr kritisch fielen die Worte des neuen Landesjägermeisters in Richtung Politik aus: "Schenkt uns ein offenes Ohr, gebt uns die Möglichkeit, uns zu erklären, wir wollen informieren, wir wollen uns nicht rechtfertigen müssen. Wir werden in Augenhöhe, rechtschaffend und ehrlich auftreten.

"Und: "Die Lüge und die Eskalation, welche sich manche Gruppen zu eigen machen, um ihre Ziele zu erreichen ist nicht unser Handwerkzeug."

Eine Statistik über Österreichs Jägerschaft

76 Prozent der österreichischen Bevölkerung hätten eine positive Grundeinstellung zur Jagd, zuwenig für den ehrgeizigen Unternehmer aus Glanegg. Denn einst waren es 86 Prozent, wie er anmerkte. 500 Millionen Euro investieren die Jäger in Artenvielfalt, Verbesserungen von Biotopen, Löhne, Gehälter, Futter und Ausrüstung. Würde dies durch Beamte durchgeführt werden, so könnte dies dem Steuerzahler bis zu einer Milliarde Euro kosten.

Drohungen gegen die Familie beunruhigen

Ganz offen sprach Max Mayr-Melnhof über Drohungen, die von Extremisten gegen ihn und seine Familie ausgesprochen wurden.

Doch dann überwog der Dank: Der Spagat zwischen Familie, Betrieben und Jägerschaft gehe nur mit der "richtigen Frau", die ihn schon in den vergangenen Jahrzehnten so unterstützt habe. Und der Vater: Die Erfahrung, Beratung und schließlich die Herzlichkeit hätten ihn in den 47 Lebensjahren so geholfen.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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