Do, 19. Oktober 2017

Jägerschaft

28.04.2017 18:56

Die Jäger wählen ihren Chef

Tracht und Gamsbart sind angesagt: Am Fuß der Festung wählen heute Vormittag 200 Delegierte den neuen Landes-Jagd-Rat. Und einen Chef in Nachfolge von Josef Eder. Es wird Max Mayr-Melnhof aus Glanegg sein.

Er ist Bauer, Förster, Jäger und Unternehmer, die politischen Gene hat er von seinem Vater geerbt, dem legendären Landesrat unter Wilfried Haslauer I., Fritz Mayr-Melnhof. Und die Sensibilität: Zur Wahl will der junge Baron daher nichts sagen. Zuerst sind die Delegierten im Stiegl-Keller gefragt, wo auch eine historische Ausstellung mit beachtlichen Trophäen aus dem ganzen Land Salzburg zu sehen sein wird.

Die 200 Jäger bestimmen die acht Personen des Landes-Jagd-Rates. Erstgereihter ist "MMM", 47 Jahre jung, als Vize soll der Notar Christian Stoiber aus Salzburg fungieren.

Zwanzig Jahre an der Spitze
Und da bereits zehn Prozent der 10.150 Jäger Frauen sind, wird die Tierärztin Dr. Gabriele Fiedler in der Führung sein. Ferner vorgeschlagen: Siegfried Deutinger aus dem Pinzgau, Josef Messner, Berufsjäger, Hannes Üblagger von den Bundesforsten, Erich Rohrmoser, Bürgermeister von Saalfelden und der Holz-Top-Experte aus dem Flachgau, Rudolf Rosenstatter.

Zwanzig Jahre ist Josef "Sepp" Eder schon an der Spitze, er führte die Altersklausel ein und darf daher nicht mehr kandidieren. Alle fünf Jahre wird gewählt.

Die soziale Ausgewogenheit bei den Jägern ist Sepp Eders großes Ziel gewesen: 42 Prozent Arbeiter, 30 Prozent Bauern, sieben Prozent Forst-Personal, 10 Prozent Frauen und der Rest Unternehmer sowie Private - so setzt sich die Jägerschaft in Salzburg derzeit zusammen.

Stolz ist Eder auf sein neues Jagdzentrum in Stegenwald, gleich bei der Auf-und Abfahrt der Tauernautobahn. Zentral und von überall erreichbar, mit einer perfekten Schießanlage sowie Räumen für die eingehende Schulung.

"Die Mär von der Society kannst‘ vergessen," sagt der Schotter-Unternehmer, dessen erfolgreiche Söhne bereits sein Unternehmen führen, und: "Da siehst Du den Notar neben dem Arbeiter im Forst."

Aufgaben der Salzburger Jägerschaft
Die große Gruppe der Jäger gehört längst zu den Umweltschützern: "Erhaltung und Entwicklung eines angemessenen, artenreichen und gesunden Wildbestandes und Förderung der Jagdwissenschaft" stehen unter den "Aufgaben der Salzburger Jägerschaft".

Wildökologische und hygienische Erkenntnisse sollen den Mitgliedern umgehend vermittelt werden.

Der Landes-Jägermeister vertritt die Jägerschaft nach außen, überwacht die korrekte Durchführung aller Angelegenheiten und führt den Vorsitz.

Die "Pflege und Förderung der weidmännischen Sitten und des jagdlichen Brauchtums" steht unter Punkt 6 der Aufgabenliste.

So wird man heute am Vormittag am Fuß der Festung besonders viele Trachten und prächtige Gamsbärte sehen.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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