Mo, 18. Dezember 2017

Ex-Sportchef

26.04.2017 05:04

Müller kontert: "Das ist stillos von Rapid!"

Ex-Rapid-Sportchef Andreas Müller will Vorwurf der Lüge nicht auf sich sitzen lassen. Mike Büskens soll sogar fristlos entlassen worden sein. Reagiert der Klub nochmals? (Im Video oben sehen Sie, was Steffen Hofmann, zu den vielen Streitereien beim SK Rapid zu sagen hat.)

Hat er das wirklich gesagt?" Rapids ehemaliger Sportchef konnte und wollte es nicht glauben, rief daher gestern in der "Krone" an. Wo er folgendes Zitat vom grün-weißen Präsidenten Michael Krammer gelesen hatte: "Andreas Müller lügt."

Kurz, prägnant, alles gesagt.  Nicht für den Deutschen. "Diesen Vorwurf kann ich nicht auf mir sitzen lassen", ärgert sich Müller, seit November in Hütteldorf beurlaubt, mittlerweile auch ausbezahlt. "Ich kann alles, was mir der Klub in seiner Stellungnahme vorwirft, wiederlegen. Aber es bringt nichts, darauf zu beharren, man sollte es ruhen lassen. Ich will nicht im Dreck wühlen. Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte."

Nur warum hat er überhaupt am Sonntag bei "Talk & Tore" die Schlammschlacht gestartet? "Mike Büskens und ich haben uns sauber verabschiedet, die Entscheidung der Beurlaubung akzeptiert. Aber was Rapid dann mit uns gemacht hat, war einfach nur stillos."

Schadenersatzklage
Denn im Winter herrschte plötzlich eine künstliche Aufregung, dass sich Büskens' Vertrag bei einer Europacup-Quali (über die Liga) bis 2018 verlängern sollte. "Plötzlich bekommt mein Anwalt von Rapid ein Schreiben, mir wird mit einer Schadenersatzklage gedroht", ist Müller fassungslos. "Weil ich es intern und extern nicht kommuniziert haben soll. Wie bitte? Bei Büskens' Präsentation stand es sogar auf der Homepage, dass er einen Vertrag bis 2017 mit Option hat. Dass war immer der Wunsch des Vereins, jetzt will keiner mehr etwas davon wissen."

Fristlose für Büskens
Und sein Fass zum Überlaufen brachte dann die Causa mit Mike Büskens. Rapids beurlaubter, aber noch nicht ausbezahlter Ex-Trainer wurde im Februar rund um Schalkes Spiel gegen Saloniki ins Sky-Studio eingeladen. "Er hat zehn Tage lange mehrmals bei Rapid angefragt, ob er den Termin wahrnehmen kann", erzählt Müller. "Aber von Rapid kam nie eine Antwort, keine Reaktion." Bis - zumindest laut Müller - an dem Tag nach seinem TV-Auftritt: "Da wurde Büskens von Rapid plötzlich fristlos gekündigt. Das ist stillos und müssen jetzt die Anwälte regeln."

Abwarten, ob Rapids Klubführung diese schweren Anschuldigungen auf sich sitzen lässt. Bislang ließen sich Präsident Michael Krammer und Geschäftsführer Christoph Peschek öffentlich (oft  zu unrecht) "abwatschen". Für Müller ist die Angelegenheit erledigt: "Jeder, der mich bei Rapid erlebt hat, weiß, dass ich mein Herz auf der Zunge trage, immer hart, aber in der Sache gerecht."

Das sieht man in Hütteldorf anders, wie unter "Gentlemen" (O-Ton Krammer) ist die Causa Büskens/Müller nicht mehr zu klären.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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