Sa, 25. November 2017

Thema Erziehung

25.04.2017 08:50

Frühreif mit Spätfolgen

Kinder kommen immer früher in die Pubertät. Woran es liegt und was es für den Nachwuchs bedeutet.

Busen mit neun und Menstruation mit zehn ist heute bei Mädchen keine Seltenheit mehr. Doch was von vielen unterschätzt wird: Die Betroffenen sind den körperlichen Entwicklungen geistig noch nicht gewachsen. Fühlen sich zu Recht überfordert mit den Veränderungen, die nicht nur in ihren Augen viel zu früh sind. Und wenn die beste Freundin noch nicht so rundliche Formen hat, dann kann das zu psychischen Problemen führen. Denn Fettpölsterchen an Hüften und Po passen nicht in das heutige Schönheitsideal.

Aber auch das männliche Geschlecht bleibt davon nicht verschont: Laut Max-Planck-Gesellschaft ist ein heute 18-Jähriger körperlich so weit entwickelt wie ein 22-Jähriger um 1800.

Vorsicht bei Bisphenol A
Man geht davon aus, dass es an der Zunahme von Übergewicht und der daraus folgenden vermehrten Produktion von Hormonen liegt. Und es sind die Hormone, die die Sexualentwicklung ankurbeln. Zu viele Kilos im Kindergartenalter können sich, wenn es um den Zeitpunkt der Pubertät geht, bereits negativ auswirken. Forscher warnen auch vor Chemikalien, die in den Hormonhaushalt eingreifen  - endokrine Disruptoren wie das Bisphenol A.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Meine Eltern hegen auch nach sechs Jahren immer noch eine Antipathie gegen meinen zweiten Ehemann. Sie bevorzugen auch meine Tochter (8) aus meiner ersten Ehe vor meiner zweiten Tochter (5).

Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Eltern, sprechen Sie sie zeitnah auf die jeweiligen Situationen an, und führen Sie ihnen vor Augen, dass die junge Persönlichkeit ihrer Enkelin erheblichen Schaden nehmen wird, wenn Sie weiter ausgegrenzt wird. Da jedoch, wie Sie schreiben, die Lage schon seit Jahren derart verworren zu sein scheint, denke ich, dass es notwendig ist, dieses eingefahrene Muster zum Wohle Ihrer Familie - und vor allem Ihrer Kinder - zu durchbrechen und neue Wege einzuschlagen. Reden Sie Klartext, und organisieren Sie eine Mediation oder Familientherapie für Sie, Ihren Mann und Ihre Eltern. Sollte dabei kein Konsens zustande kommen, stellt sich die Frage, wie ein gemeinsames Familienleben klappen könne, in dem es sowohl Ihren beiden Töchtern als auch Ihnen gut geht. Um hier Antworten zu finden, empfehle ich, die Hilfe eines Psychotherapeuten/einer Psychotherapeutin anzunehmen. Dabei können Sie über Ihre eigenen Bedürfnisse und über die Familiendynamik Klarheit gewinnen.

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Susanne Zita, Kronen Zeitung

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