Mo, 20. November 2017

Trotz Rückgang

24.04.2017 07:19

Grenzen bleiben weiterhin dicht

Hiobsbotschaft für staugeplagte Autofahrer: Bayern will seine Kontrollen an der Grenze bis  zum Jahresende aufrechterhalten - und das, obwohl die Flüchtlingszahlen längst rückläufig sind. Die Begründung für diese umstrittene Entscheidung lässt jetzt allerdings aufhorchen.

Gegner der Maßnahme - sowohl hier, als auch jenseits der Grenze - kritisieren schon länger die Kontrollen, die 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise wieder ins Leben gerufen worden sind, als reine "Symbolpolitik". Kein Wunder, zuletzt sind die Zahlen der illegalen Übertritte seit der Schließung der Balkan-Route zurück gegangen. Viele glaubten daher an ein baldiges Einstellen, doch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat diese Hoffnungen jetzt in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" zerschlagen: "Eine Ende ist heute noch nicht absehbar", stellte der CSU-Politiker klar, dass er die Maßnahme noch bis mindestens Jahresende weiter geführt wird.

Seine Begründung lässt allerdings aufhorchen: "Würden wir sie beenden, wäre das ein Signal an die ganze Welt: Deutschland ist wieder offen." Unabhängig von Signalwirkungen bekräftigte er auch die Forderung nach einem wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen.

Familien brauchen nicht warten
Bis der steht, wird es wohl weiterhin zu Verzögerungen an den Grenzübergängen kommen. Nur ein schwacher Trost, dass Herrmann versichert, dass nicht jedes Auto kontrolliert werde: "Die Familie mit zwei, drei Kindern auf dem Rücksitz muss auch künftig keine Sorge haben, rausgewunken und durchsucht zu werden."

Anna Dobler, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden