Sa, 18. November 2017

Flammen gegen Kälte

21.04.2017 16:10

Frostschäden: Winzer kommen mit blauem Auge davon

Es war die Nacht der Nächte für Winzer und Obstbauern! Mit dem Mut der Verzweiflung und allen möglichen "Öko-Waffen" versuchten sie Saat und Rebenspitzen vor dem Frost zu schützen. Das dürfte trotz beißenden Winterwetters auch gelungen sein. Kältepol: Lech am Arlberg mit minus 14,5 Grad.

Erschöpft und an den Grenzen ihrer Belastbarkeit waren etwa die Wachauer Winzer in der Nacht auf Freitag in ihre Rieden aufgebrochen. "Wir haben mehr als 1500 Räucherstellen in den Weingärten angelegt und außerdem Paraffinfackeln zum Räuchern eingesetzt", schildert Friedrich Rixinger, Weinhauer aus Gut am Steg im Bezirk Krems (Niederösterreich).

Doch auch in vielen anderen Kulturen des Landes loderten Flammen, zog dichter Rauch über Felder und durch Orte. Vor allem in den burgenländischen Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing fackelten die Winzer die ganze Nacht über gerollte Strohballen ab. Emotion pur und ein verzweifelter Existenzkampf der Bauern also.

Kälte-Schäden kosten rund 50 Millionen Euro
In der Ost- und Südsteiermark traf es einmal mehr die Apfelbauern besonders hart. Auch wenn die Schäden hier nicht so schlimm ausfielen wie im Vorjahr. Laut ersten Schätzungen der Hagelversicherung dürften sich die landesweiten Schäden auf 50 Millionen Euro belaufen.

Die restlichen Wetterfakten aus der letzten Nacht: Kältepol der bewohnten Orte war Lech am Arlberg im Ländle mit minus 14,5 Grad. Direkt kuschelig warm wird es im Vergleich zum Aprilwinter der vergangenen Tage beim Wien-Marathon am Sonntag mit 10 Grad über der Nullgrenze. Anderswo (etwa in Kärnten) kann es sogar frühlingshafte 17 Grad bekommen.

Mark Perry, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden