Di, 12. Dezember 2017

"Lilium Jet"

21.04.2017 15:28

Münchner Start-up hebt mit Elektro-Flugzeug ab

Das Start-up Lilium hat auf einem Flugfeld nahe München mit seinem elektrischen Senkrechtstarter "Lilium Jet" einen erfolgreichen Jungfernflug durchgeführt. Das Elektroflugzeug soll in Zukunft zwei Passagiere mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde 300 Kilometer weit befördern und auch in städtischem Gebiet landen können.

40 Ingenieure haben laut einem "Heise"-Bericht seit 2015 an dem Elektro-Senkrechtstarter getüftelt, jetzt hat er endlich den entscheidenden Meilenstein geschafft: den Jungfernflug.

Geht es nach Lilium, soll das Fluggerät auf kurzen Strecken das Taxi ersetzen und als Pendlerflugzeug Menschen zum bis zu 300 Kilometer entfernten Arbeitsplatz bringen. Das entspricht der Entfernung zwischen Wien und Salzburg.

36 Propeller erzeugen Auf- und Vortrieb
Mit seinen 36 Propellern - je zwölf an den beiden hinteren Tragflächen, je sechs an den vorderen - erreicht der Lilium Jet eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Die nun getestete Variante bietet Platz für zwei Passagiere, künftig soll es auch einen Fünfsitzer geben.

Die Ingenieure hinter dem Lilium Jet versprechen, dass sich der Ausfall einzelner Propeller nicht gravierend auf die Flugtüchtigkeit auswirkt. Sowohl beim Antrieb als auch bei der Stromversorgung sorgt man mit redundanten Systemen dafür, dass der Flieger im Notfall noch landen kann.

Start und Landung vollführt der Lilium Jet als Senkrechtstarter: Dabei werden die Propeller der beweglichen Flügel nach unten gerichtet, bis der Flieger in der Luft ist. Erst dort schwenken die Propeller in Flugrichtung, woraufhin der Lilium Jet vom helikopterartigen Schwebe- in den flugzeugartigen Tragflächenflug übergeht. Bei der Landung geht man den umgekehrten Weg.

Erfolgreicher Übergang von Schwebe- in Tragflächenflug
Beim Testflug nahe München hat der Jet den Übergang vom Schwebe- in den Flugzeugmodus ohne Komplikationen gemeistert, auch einige andere Manöver wurden bei dem Testflug erprobt. Für das Start-up ist der erfolgreiche Jungfernflug ein immenser Erfolg, immerhin handelt es sich beim Lilium Jet laut Hersteller um den ersten ausschließlich elektrisch angetriebenen zivilen Senkrechtstarter.

Bis zur Serienreife ist es zwar noch ein weiter Weg, langfristig will Lilium mit seinem Elektro-Senkrechtstarter unsere Mobilität aber grundlegend verändern. Der Stromverbrauch des Elektrofliegers entspreche dabei dem eines Elektroautos, heißt es vom Hersteller. Nur, dass der Lilium Jet nie im Stau steht.

Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
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