Sa, 18. November 2017

In Waggons versteckt

20.04.2017 11:46

Zigarettenschmuggel per Zug: Bande gefasst

Mit allen Wassern gewaschen und auch noch äußerst kreativ war eine international tätige Schmuggelbande, die sich auf die illegale Einfuhr von Zigaretten spezialisiert hatte. Als Versteck nutzten die Täter nämlich Eisenbahnwaggons, in deren Hohlräumen sie die Glimmstängel bunkerten, ehe sie von als Bahnmitarbeiter getarnten Komplizen im Bahnhof wieder ausgebaut wurden. Nun konnten insgesamt vier Verdächtige festgenommen werden.

Der Zugriff erfolgte nach Angaben des Finanzministeriums vor Ostern in einem Café in Villach, für einen 54 Jahre alten Serben und zwei Rumänen klickten die Handschellen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen ging den Fahndern auch noch ein Verdächtiger aus Mazedonien ins Netz, der am Bahnhof Villach als Aufpasser fungiert haben soll.

Die Bande war raffiniert vorgegangen: Mitglieder bauten in der serbischen Hauptstadt Belgrad zunächst die Zigarettenstangen in Hohlräume der Eisenbahnwaggons ein. Nach Ankunft des Zuges samt "heißer Fracht" am Villacher Bahnhof machten sich dann weitere Komplizen, getarnt als Bahnmitarbeiter, an den Waggons zu schaffen, holten die Glimmstängel aus den Hohlräumen und brachten sie weiter nach Wien, Italien und Slowenien.

2,5 Millionen Zigaretten geschmuggelt
Der festgenommene Serbe war offenbar Drahtzieher bei diesem Coup. Er soll mit seinem Komplizen für den Schmuggel von insgesamt 13.400 Stangen Zigaretten - das sind 2,5 Millionen Stück - verantwortlich sein.

 krone.at
Redaktion
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