Sa, 25. November 2017

Geheime Dokumente

20.04.2017 08:40

USA: Entwickelte Putin Strategie für Trump-Sieg?

Ein Institut der russischen Regierung hat Insidern zufolge im vergangenen Jahr einen Plan zur Beeinflussung der US-Präsidentenwahl entwickelt. Wie drei amtierende und vier frühere amerikanische Behördenmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters sagten, ging es darum, einen Umschwung zugunsten des späteren Siegers Donald Trump zu erreichen und das Vertrauen in das Wahlsystem zu untergraben.

Das Russische Institut für Strategische Studien habe zwei entsprechende Papiere verfasst. Diese Dokumente seien die Grundlage für die Einschätzung der US-Geheimdienste gewesen, wonach Russland versuchte, die Wahl zu beeinflussen. Die Moskauer Forschungseinrichtung wird von hochrangigen Ex-Geheimdienstlern geleitet, die vom Präsidialamt ernannt werden.

Beeinflussung zugunsten Trumps vorgeschlagen?
Das erste Papier stammt von Juni 2016 und wurde unter hochrangigen russischen Regierungsmitgliedern verbreitet, wie die Insider erklärten. Darin wird empfohlen, dass das Präsidialamt von Staatschef Wladimir Putin eine Propagandakampagne in sozialen Medien und russischen Auslandsmedien startet. Damit sollten den Insidern zufolge US-Wähler beeinflusst werden, einen russlandfreundlicheren Präsidenten als Barack Obama zu wählen.

Warnung vor Clinton-Sieg
In einem zweiten Dokument vom Oktober wurde dann vor einem Wahlsieg von Trumps Rivalin Hillary Clinton gewarnt. Deswegen solle man lieber Berichte über Wahlbetrug verbreiten und das Wahlsystem insgesamt in Misskredit bringen, um Clintons Kampagne zu schaden. Den Insidern zufolge wird in keinem Papier der Hackerangriff auf die Demokraten erwähnt. Dabei wurden E-Mails erbeutet und später veröffentlicht, die Clinton schadeten. Die Insider sagten, diese Aktion sei vom Kreml selbst aus geführt worden.

Russischer Hacker verhaftet
In der Vorwoche wurde ein russischer Informatiker in Spanien wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einer Cyber-Kampagne zur Beeinflussung des US-Präsidentschaftswahlkampfs festgenommen. Piotr Lewatschow wurde am Flughafen in Barcelona in Gewahrsam genommen. Dies sei aufgrund einer "internationalen Beschwerde" erfolgt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Putin weist Vorwürfe zurück
Putin hat Vorwürfe, dass Russland die Wahl beeinflusst habe, stets zurückgewiesen. Auf aktuelle Anfragen reagierten ein Sprecher und das russische Institut nicht. Trump sagte, die russischen Aktivitäten hätten auf den Ausgang der Wahl keinen Einfluss gehabt.

"Forscher" des Russischen Instituts für Strategische Studien erstellen unter anderem auch eine Rangliste mit westlichen Staaten, eingestuft ja nachdem wie die Printmedien dort "aggressiv" oder neutral über Russland berichten.

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