Di, 21. November 2017

Nach Dianas Tod

17.04.2017 10:10

Prinz Harry: „Ich war kurz vor dem Zusammenbruch“

Prinz Harry hat die Trauer um den Tod seiner Mutter jahrelang verdrängt. Fast 20 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana räumte der 32-Jährige in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph" ein, ein "totales Chaos" durchlitten zu haben: "Ich stand immer wieder oft kurz vor einem kompletten Zusammenbruch."

Er habe "den Kopf in den Sand gesteckt", es abgelehnt, überhaupt an seine Mutter zu denken, und gedacht: "Es macht dich nur traurig. Sie wird davon nicht wieder lebendig." Erst mit 28 Jahren habe er professionelle Hilfe in Anspruch genommen, nachdem er von anderen dazu ermutigt worden sei. Unter anderem habe er "große Unterstützung" von seinem älteren Bruder William erfahren.

Harry war erst zwölf Jahre alt, als Diana und ihr Freund Dodi Al-Fayed am 31. August 1997 in Paris bei einem Unfall starben. Die Trauerfeier wurde weltweit übertragen. Die Bilder der beiden jungen Prinzen, die mit gesenkten Köpfen hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London schritten, rührten Millionen zu Tränen.

"Kurz vor einem kompletten Zusammenbruch"
Erst vor Kurzem habe er sich mit der Trauer um seine Mutter und dem Druck auf ihn als Mitglied der königlichen Familie auseinandergesetzt, sagte der heute 32-jährige Harry dem "Telegraph". "Ich weiß überhaupt nicht, wie wir (Royals) normal bleiben. Ich habe keine Geheimnisse, ich war wahrscheinlich bei zahlreichen Gelegenheiten kurz vor einem kompletten Zusammenbruch", gestand der Prinz, der selten über seine persönlichen Erfahrungen spricht.

Neben der professionellen Behandlung habe ihm der Boxsport sehr geholfen, so Harry weiter. "Es ist wirklich gut, um Aggressionen herauszulassen. Das hat mich wirklich gerettet." Als er angefangen habe, über seine Gefühle zu sprechen, habe er festgestellt, dass er "Teil eines ziemlich großen Klubs" sei, und andere ermutigt, sich zu öffnen: "Was wir versuchen, ist, die Unterhaltung zu normalisieren, dass sich jeder hinsetzen, einen Kaffee trinken und sagen kann: 'Weißt du was, ich hatte einen echt beschissenen Tag. Kann ich dir davon erzählen?'"

Prinzen wollen Diana ein Denkmal setzen
Zuletzt hatten sich William und Harry öffentlich dazu bekannt, ihrer Mutter ein Denkmal setzen zu lassen. Die beiden Prinzen wollen eine Statue im Gedenken an Prinzessin Diana aufstellen lassen. "20 Jahre sind vergangen seit dem Tod unserer Mutter, und die Zeit ist reif, ihren positiven Einfluss auf Großbritannien und die Welt mit einer bleibenden Statue zu würdigen", schrieben die Prinzen auf Twitter.

Die Statue solle im öffentlichen Teil des Parks des Kensington-Palasts aufgestellt werden. Prinzessin Diana, die im Alter von 36 Jahren ums Leben kam, hatte dort ihren offiziellen Wohnsitz. Der Platz vor dem Tor zum Schloss wurde damals zum spontanen Erinnerungsort für die beliebte Prinzessin und war zeitweise mit einem Meer aus Blumen bedeckt.

Auch Harry wohnt inzwischen im Kensington-Palast. Prinz William (34) und Herzogin Kate (35) wollen im Sommer 2017 ebenfalls dauerhaft dorthin umsiedeln. Sie hatten bisher ihren Hauptwohnsitz im beschaulichen Örtchen Anmer in der ostenglischen Grafschaft Norfolk. "Unsere Mutter hat so viele Leben berührt. Wir hoffen, dass die Statue all denen hilft, über ihr Leben und ihr Vermächtnis nachzudenken, die den Kensington-Palast besuchen", teilten die Prinzen mit. Wann genau die Statue fertig sein soll, ist noch nicht bekannt.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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