Mo, 23. Oktober 2017

Dortmund-Schock

14.04.2017 09:01

Klopp zu Anschlag: „Hatte Angst um meine Freunde!“

Der frühere BVB-Trainer Jürgen Klopp hat die Entscheidung der UEFA kritisiert, das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco (2:3) nur einen Tag nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus (oben im Video) neu anzusetzen. "Ich bin mir ziemlich sicher, wenn einer der Leute, die das entschieden haben, im Bus gesessen hätte, hätten sie die Partie nicht gespielt", schimpfte Klopp. Er selbst sei nach dem Vorfall schockiert gewesen und habe sich große Sorgen um seine Freunde gemacht.

"Jeder kann sich denken, dass das für mich ein schwerer Moment war", erklärte der ehemalige BVB-Erfolgscoach. "Ich kenne die Straße genau. Viele meiner Freunde saßen im Bus. (...) Ich hatte wirklich Angst um sie."

Verständnis für Tuchel-Kritik
Liverpool-Trainer Klopp äußerte Verständnis für die Kritik von Dortmund-Coach Thomas Tuchel an der UEFA: "Wenn man nicht im Bus sitzt, kann man sich sicher nicht genau vorstellen, wie das war." Sein Ex-Verein habe sich trotzdem hervorragend verhalten. "Ich hab' das Spiel gesehen und war sehr stolz auf Borussia Dortmund", lobte Klopp, "wie sie damit umgegangen sind und was für eine Atmosphäre sie erzeugt haben".

Der Coach räumte allerdings ein, er könne beide Seiten verstehen. "Es war zuerst mal schwierig, im engen Spielplan ein Ausweichdatum zu finden. Wann soll man die Partie spielen?", gab der 49-jährige Deutsche zu bedenken. "Aber ich denke, jeder hätte Verständnis gehabt, wenn man gesagt hätte: 'Okay, wir spielen nicht, wir finden nächste Woche eine Lösung.'"

Hier im Video sehen und hören Sie die Kritik von Tuchel an der UEFA:

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